Lawinesonde

Lawinensonden werden überwiegend dort eingesetzt, wo man in einem Lawinenkegel nach Verschütteten sucht. Jeder Tourengeher sollte daher neben einer Lawinenschaufel und einem LVS Gerät auch Lawinensonden mit sich führen. Meist setzt man zuerst das LVS Gerät ein und sucht nach der Ortung der Unglücksstelle gezielt mit den Lawinensonden weiter. Mit Hilfe dieser Sonde lässt sich die Verschüttungstiefe ebenso gezielt lokalisieren, wie auch die entsprechende Lage. Meist werden Lawinensonden dann eingesetzt, wenn der Verschüttete kein entsprechendes LVS bei sich getragen hat.

Der Gebrauch erfordert vom Suchenden besonderes Fingerspitzengefühl

Der Einsatz von Lawinensonden ist recht einfach, man steckt diese senkrecht in den Schnee, bis man dort auf Widerstand stößt oder den Boden erreicht. Man benötigt normalerweise schon ein gewisses Geschick, damit man mit den Lawinensonden auch effektiv umgehen kann. Oft kann man bereits auf den ersten Blick unterscheiden, ob man das Lawinenopfer gefunden hat oder sich unter einer Schneekuppe nur eine optische Täuschung befindet. Am einfachsten geht es, wenn sich mehrere Suchende zusammenschließen und rasterartig mit ihren Lawinensonden die betreffende Region absuchen.

Lawinensonden bestehen aus mehreren beweglichen Teilen, die meist mit einer Schnur oder dergleichen miteinander verbunden sind. Durch Zug auf die Schnur verbinden sich die ehemals losen Elemente miteinander und man kann die Sonde so entsprechend ihrer Länge fixieren. Auf diese Art und Weise erspart man sich ein mühsames Zusammenfügen von losen Einzelteilen. Da die Sonde auf Temperaturen reagiert, sollte man beim Suchen Handschuhe oder dergleichen tragen, da sich die Lawinensonden sonst durch die Körperwärme des Retters erwärmen können und so kein optimales Ergebnis anzeigen werden. Durch das Anhaften von Schnee und Eis könnte das Sondieren erschwert werden.

Leicht und flexibel oder massiv und schwer

Als Material für die Lawinensonden wählt man auch aufgrund des geringen Gewichts recht gern Karbon, Titan oder auch Aluminium. Diese Stoffe sind sehr flexibel und eben auch sehr leicht. Auf allen Lawinensonden befindet sich eine Messskala, damit man die ungefähre Tiefe des Verschüttenden abschätzen kann. Die handelsübliche Lawinensonde verfügt über eine Länge von 2 bzw. 4 Metern und wiegt rund 200 Gramm. Diese sind für die einfachen Skitouren vollkommend ausreichend. Die Bergwacht oder die organisierte Bergrettung hingegen verwendet schwereres Gerät und sucht mit Lawinensonden, die aus massivem Stahl hergestellt wurden.