Sommerbergjöchle und Grubigstein im Winter

Nach einer eher ruhigeren Zeit haben wir uns am Sonntag mal wieder dazu bewegen können, in die Berge zu fahren. Diesmal war das Ziel der Grubigstein und die Gartnerwand. Trotz schlechtem Wetter sind wir also um 7:00 in München losgefahren und sind dann gegen 9:00 in Bichelbächle angekommen. Bichelbächle selber liegt bereits auf ca. 1300m und als wir aus dem Auto gestiegen sind waren wir doch leicht überrascht, dass es hier bereits so viel Schnee hat.

Nach einem kurzen Frühstück ging es dann auch los - hier hätten wir eigentlich schon merken müssen, dass die ganze Tour heute nicht mehr hinhaut. Um halb 10 losgehen im Winter um 1500 Höhenmeter zu gehen war dann wohl doch ein bisschen sehr positiv gedacht.

Bereits nach 50 Höhenmetern haben wir gesehen, dass wir wohl doch deutlich mehr mit dem Schnee kämpfen zu haben als gedacht - wir sind bei jedem Schritt gute 10cm eingesunken und natürlich auch immer wieder nach unten gerutscht. Zum Glück hatten wir Gamaschen dabei.

Nachdem die Tour im Winter anscheinend nicht so beliebt ist, waren überhaupt keine Spuren und auch kein Weg zu sehen. Das hatten wir im Winter bisher selten - meistens hat man den Weg ganz klar gesehen und sehr oft hat man auch noch Spuren von Wanderern gesehen. Vermutlich aus dem Grund haben wir uns auch bei der ersten Wegabzweigung bereits verlaufen - trotz Wander GPS. Leider waren aber auf dem Wander GPS die Wege nur Lückenhaft eingezeichnet.

Wie man auf dem Track sieht haben wir also eine alternative Route genommen um dann kurzzeitig wieder auf den Weg zurück zukommen. Allerdings wurde das Wetter weiter oben im schlechter und so hatten wir ab diesem Punkt nur noch sehr begrenzte Sicht. Teilweise haben wir nur noch 15 meter gesehen - und dann auch nur weiß (Schnee und Nebel). Normalerweise sollte man bei so einer Situation umdrehen. Allerdings hatten wir mit dem Wander GPS eine gewisse Versicherung dabei. Selbst wenn man damit nicht so gut navigieren kann, so kann man mit dem 60 CSX von Garmin immer seinen gegangenen Weg nachvollziehen und notfalls wieder zurückgehen. Auch Stirnlampen hatten wir für den Notfall dabei und sind daher erstmal noch weitergegangen.

Mit der Zeit wurde das Wetter eher schlechter als Besser und wir sind nur noch sehr langsam voran gekommen. Durch den starken Nebel hat man kaum mehr Strukturen wahrnehmen können und die Blicke auf das Navi haben zugenommen. Der eigene Orientierungssinn hat aufgrund des Nebels und der "kurzen Sicht" extrem abgenommen.

Mit einem kleinen Umweg sind wir dann wieder auf den Weg zurück gekommen und haben den Weg zum Sommerbergjöchle dann doch noch vollenden können. Zeitlich waren wir zwar sicherlich nicht perfekt dran - aber auf die Grubigwand hätten wir es vermutlich schon noch geschafft. Allerdings hat der Wind oben am Jöchle drastisch zugenommen und wir hatten plötzlich zu den Minus graden auch noch Sturm - was uns dann doch zum umdrehen veranlasst hat.

Der Rückweg war dann kein Problem mehr, da wir mittlerweile ja den Weg kannten. Ein bisschen ärgerlich war es schon, dass wir die Tour nicht geschafft haben und nicht mal einen Gipfel erreicht haben - aber hier geht die Sicherheit einfach vor und einige Höhenmeter haben wir durch die vielen Umwege ja auch so geschafft. Lustig und interessant war es trotzdem -  gerade die Erfahrung, dass man wirklich durch das Wetter komplett die Orientierung verlieren könnte. Bei so einem Sturm helfen einem leider auch die Schneespuren höchstens noch eine halbe Stunde weiter.

Die Tour wird irgendwann garantiert nochmal wiederholt - und dann hoffentlich bei besserem Wetter.


Daten

  • Länge : 7.9km
  • Höhenmeter Aufstieg : 898m
  • Höhenmeter Abstieg : -893m

Map



Höhenprofil

Sommerbergjöchle und Grubigstein im Winter
Sommerbergjöchle und Grubigstein im Winter
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