Kramer (Kramerspitz) (1895m)

Da seit der letzten Wanderung auf die Benediktenwand nun auch schon wieder 2 Wochen vergangen waren, sind wir am Sonntag mal wieder richtung Alpen aufgebrochen. Auch dieses mal waren wir wieder zu 3, wenn auch in einer anderen Zusammensetzung.

Nachdem wir die ersten Probleme mit der Anfahrt lösen konnten und den Parkplatz gefunden hatten, ging es dann um 9:00 vom schmölzersee Parkplatz aus los. Der Weg ist zuerst sehr eben, wodurch wir die ersten 2 Kilometer in einem echt guten Tempo bewältigt haben. Nachdem man sich auf dem Höhenweg bis zur Abzweigung durchgeschlagen hat, kann man sich jetzt kaum noch verlaufen. Ab hier steigt der Weg dann auch langsam an.

Das Wetter war sehr gut vorrausgesagt, was man auch den massen von Leuten gemerkt hat. Nachdem wir bei den letzten Wanderungen meistens erstaunt waren, wenn wir mehr als 5 Leute getroffen haben, haben wir auf dieser Wanderung sehr viele Leute getroffen. Die meisten davon haben auch dem Wetterbericht getraut, wodurch man sogar einige Leute in kurzer Hose gesehen hat.

Die ersten Höhenmeter sind noch Forststraße. Hat man aber die erste Hütte erstmal erreicht kann man dann aber auf den deutlich schöneren Waldpfaden weiter nach oben steigen. Das hier im Sommer sehr viel los ist, merkt man auch daran, wie sehr der Weg ausgebaut ist. So gibt es zum Beispiel nach knapp 400 höhenmetern eine Aussichtsplattform aus Eisen, die am Felsen befestigt ist.

Nach gut 700 höhenmetern ist man oberhalb der Waldgrenze und sieht dann das erste mal den Gipfel und denkt sich wohl: "Das haben wir ja gleich". Allerdings sollte man sich hier nicht täuschen lassen, da man zum Gipfel noch ein ganzes Stückchen hat, da man einen anderen Berg noch komplett umgeht. Ab hier haben wir dann auch langsam gemerkt, dass es doch noch nicht so sommerlich ist: die Schneefelder wurden größer, das vorwärts kommen wurde beschwerlicher und die Sonne kam immer noch nicht heraus.

Nachdem wir den Zwischenhügel erreicht haben sahen wir dann auch, was uns noch blühen sollte: ein großes und tiefes Schneefeld musste noch durchquert werden. Hier hat es sich dann doch bezahlt gemacht, die Gamaschen mitzunehmen. Eigentlich wollte ich die Gamaschen samt Grödeln schon im Auto lassen, habe mich dann aber doch überzeugen lassen - zum Glück. Das Schneefeld zu durchqueren war durch die vielen Spuren relativ angenehm - zum Glück hatten wohl mehrere auf den Sommer anfang spekuliert.

Auf dem Gipfelkreuz kam dann aber doch irgendwie Sommer-feeling auf - ungefähr 10 Leute waren hier anzutreffen. Auf dem Gipfel war es ca. 14:00 Uhr und die Sonne war immer noch nicht durch die Wolken gekommen - und es sah auch nicht so aus als würde das noch passieren. Da hat uns der Wetterbericht ganz schön hinters Licht geführt.

Auf dem Weg nach unten fing es dann an zu schneien. Der Schnee selber war noch kein Problem - lag ja sowieso überall noch genug davon rum. Je weiter wir allerdings nach unten kamen desto heftiger wurde der Wind und der Schnee hat einem richtig ins Gesicht gepeitscht. Natürlich wurde der Schnee kurz darauf - wir sind noch weiter abgestiegen - dann zum Regen. Und wir hatten noch knapp 8 km vor uns.

Die letzten 8 km sind normalerweise bestimmt sehr schön zu gehen - es geht langsam bergab und die Natur ist auch ganz schön. Allerdings war es aufgrund des Regens nicht so angenehm abzusteigen, warum wir dann auch nochmal einen gehörigen Zahn zugelegt haben. Die letztn 6 km gehen eigentlich nur noch gerade aus auf dem Plateauweg und sind für jeden bequem zu meistern. Als wir dann wieder am Auto angekommen sind, waren wir pitschnass und heilfroh. Zum Schluss hin wird dann doch jeder Schritt unangenehmer.

Die Tour ist im Sommer zwar bestimmt sehr überlaufen, dürfte sich aber aufgrund des grandiosen Ausblickes trotzdem lohnen. Besonders da man - bei guter Sicht - eine super Aussicht auf das Zugspitzmassiv hat. Auch nach Österreich dürfte man bei - gutem Wetter - eine schöne Sicht haben. Wir hatten das Glück, wie man auf den Fotos erkennt, leider nicht. Wir haben leider nicht mal die Zugspitze gesehen. Trotzdem war es eine schöne Tour - so weiß man auch gleich was man für den Sommer aufjedenfall noch einkaufen muss: Ein Regencape.


Daten

  • Länge : 21.2km
  • Höhenmeter Aufstieg : 1425m
  • Höhenmeter Abstieg : -1434m

Map



Höhenprofil

Da gehts rüber
Viel Schnee vor dem Kramer
Blick auf Garmisch Partenkirchen
Man sieht das erste mal den Gipfel
Verschneiter Weg nach oben
Kreuz von der Kramerspitze
Das Ziel
Im Sommer eine kleine Kletterabwechslung
Rückblick auf den Weg
Schritt für Schritt näher am Gipfelkreuz
Endlich erreicht.
Kramer Gipfelkreuz vor dunklen Wolken
Rückblick vom Gipfelkreuz auf den
Hier sollte eigentlich das Zugspitzmassiv sein....
Über den Wolken von Garmisch Partenkirchen
Es fängt an zu schneien..