Benediktenwand (1801m) im Winter

Am Ostermontag haben wir nochmal die freien Tage ausgenutzt: Zusammen mit Rainer von tourenberichte.com und einem Freund ging es Richtung Benediktenwand. Rainer hat dazu auch einen Beitrag auf seinem Blog verfasst: Die Benediktenwand.

Gemütlich ging es um 8:00 in München los in die Jachenau - wo wir uns aber leider schon bei der Hinfahrt ein bisschen verfahren haben. Wir sind dann zwar zur Freude des Fahrers über den Kesselberg und rund um den Walchensee gefahren, allerdings wären wir über Lenggries wohl deutlich schneller ans Ziel gekommen. Für die Straße rund um den Walchensee muss man außerdem ab der hälfte 3 Euro Maut zahlen - leider auch um 9 in der früh.

In der Jachenau selber gibt es dann gleich beim Einstieg einen großen Parkplatz, der aber wohl im Sommer trotzdem sehr voll sein dürfte. Von hier führt der Weg dann über eine Brücke in Wald rein und man fühlt sich bereits nach ein paar Minuten als wäre mal mitten im Wald. Neber einem großen Fluss (der großen Laine laut Google Maps) geht es dann einige Zeit langsam und gemütlich Berg auf. Bis zum Wasserfall ist die Wanderung auf jeden Fall für jeden machbar. Die Tour bietet bis zu dieser Stelle auch viele tolle Eindrücke und ist auch im Sommer sicherlich eine Wanderung Wert.

Ab dem Wasserfall wird der Weg dann deutlich steiler, wodurch man endlich an Höhenmetern gewinnt. Bis zum Wasserfall gewinnt man etwa 200 Höhenmeter, muss allerdings eine Strecke von 5 km bewältigen. Am Parkplatz sind wir noch mit leichten Regen losgegangen, der aber bald aufhörte. Nach dem Wasserfall setzte der Regen wieder ein, allerdings in gefrorener Form als Schnee. Der Weg war daher in kürzester Zeit mit 15-20 cm Neuschnee bedeckt, was zwar lustig zum gehen war - allerdings das Wegfinden nicht unbedingt vereinfacht hat.

Aufgrund vom Neuschnee haben wir dann erstmal die Gamaschen angelegt, da man speziell im Wald ja doch gerne mal in Löcher statt auf Schnee tritt. Der Weg nach oben durch den Wald ist absolut schön und dürfte auch im Sommer ein absolut empfehlenswerter Weg sein.

Auf unserem Weg sind wir dann irgendwann zu einer Bergkuppe gekommen, von der aus man eigentlich rechts gehen sollte. Leider war das Schild aber vom Baum runtergefallen und wir haben den zweiten Pfad nicht gesehen, weswegen wir dem Pfad nach Benediktbeuern erstmal gefolgt sind. Nach einiger Zeit, wo es bergab ging, haben wir uns dann aber doch gedacht, dass da was nicht stimmen kann und sind wieder zurück gestiegen. Im Sommer sollte der Weg aber wieder deutlich besser vorbereitet sein und auch wieder an den richtigen Orten hängen.

Der Weg zur Benediktenwand gestaltete sich dann als durchaus anspruchsvoll. Teilweise ging es gut steil bergauf, weswegen wir auch öfters mal im Schnee ein bisschen ausgerutscht sind. Zum Glück ist der Schnee zwar rutschig, bremst aber auch recht gut wieder.

Nach einiger Zeit geht vom Weg nach Rechts dann ein Weg zur Benediktenwand ab, geradeaus geht es zur Tutzinger Hütte. Wir sind also weiter nach rechts gegangen um zur Benediktenwand zu kommen. Hier sind anscheinend im Winter auch einige Tourenskigänger unterwegs, da wir hier lange auf den Spuren der Tourenskier gegangen sind. Auf dem Kamm zur Benediktenwand hatten wir leider kaum Sicht aufgrund des dichten Nebels und mussten uns eher Stück für Stück an den Berg rantasten, da Wege hier leider auch kaum noch zu erkennen waren.

Oben angekommen wurden wir dann aber absolut für die Mühen entschädigt: kurzzeitig hatten wir eine ganz schöne Sicht auf Bayern. Ursprünglich wollten wir eigentlich über die Benediktenwand zur Tutzinger Hütte gehen und von dort aus wieder zurück in die Jachenau. Auf dem Berg haben wir den Plan dann aber beerdigt, weil wir schon relativ spät dran waren und auch keinen großen Drang mehr verspürten noch einen Weg zur Tutzinger Hütte zu suchen.

Der Abstieg gestaltete sich dann sehr angenehm, da der Schnee jeden Schritt angenehm abfedert. So kamen wir auch recht schnell voran und waren trotz 20cm Neuschnee nach knapp 3 Stunden wieder unten. Je weiter nach unten wir kamen, desto besser wurde auch das Wetter. Als wir wieder zum Wasserfall kamen, hat sich die Sonne dann bereits vollends durchgekämpft und wir konnten unsere letzte Brotzeit noch in der Sonne einnehmen.

Die Tour zur Benediktenwand ist eine absolut empfehlenswerte Tour, die sich allerdings mit 20km doch am Schluss ganz schön zieht. Im Sommer dürfte es allerdings auf der Benediktenwand sehr zugehen, schließlich gehört der Berg zu den Hausbergen der Münchner.


Daten

  • Länge : 20.6km
  • Höhenmeter Aufstieg : 1337m
  • Höhenmeter Abstieg : -1237m

Map



Höhenprofil

Der Wasserfall
Der Wasserfall aus einer näheren Perspektive
Blick ins Tal
Der erste Schnee
Blick nach oben
Verschneiter Wald
Verschneiter Wald
Der Aufstieg zur Benediktenwand
Das Wetter klart auf
Blick nach unten
Der "Nachbar" Berg
Aufstieg zur Benediktenwand
Die Sonne am Nachmittag
Blick über die Wolken
Benediktenwand (1801m) im Winter
Blick über die Wolken
Bayern von der Benediktenwand aus
aufgerissene Wolkendecke
Die Benediktenwand
Wolkendecke
Das Kreuz auf der Benediktenwand
Vogel auf der Benediktenwand
Benediktenwand (1801m) im Winter
Sonne am Nachmittag
Der Wasserfall
Der Wasserfall