Reifen

Die richtigen Reifen sind für das Mountainbike ebenso wichtig, wie die Fahrradreifen für das Auto. Die Reifen sind unter anderen auch für die entsprechenden Fahreigenschaften verantwortlich. Doch einen Reifen für alle Begebenheiten gibt es auch hier nicht. Man muss bei der Reifenauswahl immer den entsprechenden Einsatzbereich berücksichtigen.

Die passenden Reifen für jede Gelegenheit

Grobe Stollenprofile eignen sich hervorragend für feuchte, steile Wiesen- und Waldwege. Diese sind allerdings auf steinigen Untergründen eher ungeeignet. Es wird zu wenig Halt geboten und kleine Steinchen können sich im Profil der Reifen festsetzen und sich unkontrolliert wieder lösen, was ein erhebliches Verletzungsrisiko darstellt. Wer auf vielen unterschiedlichen Untergründen unterwegs ist oder das Mountainbike auch mal im Alltag benutzt, für den eignen sich Reifen, die über weniger Profil verfügen. Diese besitzen eine bessere Lauffähigkeit und eine bessere Haftung, auch wenn es regnen sollte. Gleichzeitig wird durch die Reifen auch nicht so viel Schmutz nach oben gewirbelt.

Wer sein Fahrrad auch im Winter nutzen möchte, der wird sich für Reifen mit Spikes entscheiden. Diese sollte man allerdings nur einsetzen, wenn es die winterlichen Verhältnisse auch zulassen. So sollte Schnee auf dem Gelände liegen, denn auf normalem Boden sind die Spikesreifen nicht nur übermäßig laut, sie haben auch einen wesentlich höheren Roll- bzw. Laufwiderstand.

Auch der Luftdruck spielt mitunter eine entscheidende Rolle. Bei normalen Mountainbikes haben die Reifen einen Luftdruck, der zwischen 2 und 4 Bar liegt. Einige Reifentypen kommen allerdings auch mit weniger Druck aus. Je niedriger der Luftdruck, desto komfortabler sind die Fahreigenschaften auf eher unbefestigtem Untergrund. Dafür muss der Reifen allerdings ausgelegt sein. Ein eher höherer Luftdruck sorgt für ein schnelles Vorankommen auf ebenen Straßen, auch die Nachteile des Durchschlagens werden minimiert.

Die richtige Reifenwahl beim Kauf

Wenn man auf der Suche nach neuen Reifen ist, hat man die Qual der Wahl. Reifen mit Reflektoren, in unterschiedlichen Farben, Profilen oder Breiten, mit oder ohne Seitenverstärkung et cetera, et cetera.

Doch man sollte sich nicht von großen Namen und Versprechungen verwirren lassen. So ist der teuerste Fahrradreifen nicht immer der Beste. Viele Reifen haben sich in der Praxis als recht laut erwiesen, dies hängt in erster Linie von der Profilstruktur ab. Wenn man ein lautes Geräusch beim Fahren bemerkt, kann man sicher sein, dass auch die Laufeigenschaft eingeschränkt ist und man mehr Kraft braucht. Wie beim Auto wird man wohl mit einem Satz Fahrradreifen auf lange Sicht gesehen, nicht auskommen. Daher empfiehlt sich ein zweiter Satz. Einen für den Alltag oder in den Sommermonaten, ein zweiter Stollenreifen-Satz für das Gelände.