Ybbstaler Alpen

Eine weitere Gebirgsgruppe der Ostalpen bzw. der Nördlichen Kalkalpen sind die Ybbstaler Alpen. Diese befinden sich komplett in Österreich. Allerdings sind hier drei österreichische Bundesländer involviert. So teilen sich die Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich die Ybbstaler Alpen. Natürlich werden auch die Bereiche der Ybbstaler Alpen noch einmal namentlich unterschieden. So findet man im Osten den Eisenwurzen, im Süden den Kräuterinstock und die Göstlinger Alpen. Die Göstlinger Alpen verfügen über ein wunderschönes Skigebiet. Dies ist das auf 1808 Metern Höhe gelegene Hochkar.

Der Hochstadl auf 1919 Metern

Der Hochstadl ist der höchste Gipfel in den Ybbstaler Alpen, der eine Höhe von 1919 Metern ausweist. Dieser befindet sich im Plateaubereich des Kräuterinstocks. Östlich werden die Ybbstaler Alpen durch die Erlauf begrenzt, dies genau in der Zone von Mariazell bis nach Wieselburg. Südlich grenzt der Salza den Alpenbereich ab, während im Westen die österreichische Eisenstraße als natürliche Abgrenzung dient. Auch der Ybbs, der diesen Alpen eigentlich den Namen gab, verläuft westlich flussabwärts bis in das Gebiet Amstetten und südlich bis nach Blindenmarkt und Wieselburg.

Die benachbarten Gebirge sind die Oberösterreichischen Voralpen, die Ennstaler Alpen sowie die Hochschwab. Auch die Mürzsteger Alpen und die Türnitzer Alpen befinden sich in direkter Umgebung.

Das Gebirgsgestein ist hier eigentlich eher untypisch. So findet man hier in der Mehrheit Karbonatgestein der Trias der ehemals ostalpinen Decke. Im Norden befindet sich Flysch-Sandstein bzw. Mergel aus den ehemals helvetischen Decken und der Lösdecke aus dem Bereich des Alpenvorlandes. Auch die Ybbstaler Alpen sind ein Teil des Naturparks Ötscher Tormäuer. Hier befindet sich ebenfalls die Ötscher Tropfsteinhöhle.

Die Ötscher Tropfsteinhöhle ist für den Besucher geöffnet

Bei dieser Höhle handelt es sich um eine sehr schöne Schauhöhle, die von ehemaligen Waldarbeitern erforscht wurde. Man war damals höchstwahrscheinlich mit der Suche von Silbererz beschäftigt, das hier vermutet wurde. Die Höhle ist auch landläufig als Wetterloch bekannt und erreicht eine Länge von rund 575 Metern. Die Tiefe beträgt höchstens 54 Meter, der Einstieg erfolgt auf rund 700 Metern Höhe. Erreichbar ist die Höhle vom Fuße der Erlauf erreichbar. In dieser Höhe wird die Charakteristik eines Kalksteingebirges offensichtlich, wenn man die Stalagmiten bzw. Stalagtiten gewundert. Hier wurden auch zahlreiche Tierknochen gefunden,die wohl durch den Schacht hineingestürzt waren. Im Inneren der Höhle befinden sich auch zwei recht kleine Seen, die als Unter- und Obersee bekannt sind. Auf Wunsch werden hier auch von Mai bis in den Monat Oktober hinein Führungen durch die Höhlengänge durchgeführt.

Weitere Naturschutzgebiete in den Ybbstaler Alpen sind das Wildalpener Salzatal sowie der Naturpark Eisenwurzen. Direkt beim 1893 Meter hohen Ötscher befinden sich zudem noch die Ötscher Höhlen mit dem bekannten Geldloch.
Wer nicht unbedingt Höhlen erforschen möchte, der kann auch in eine der zahlreichen Hütten einkehren. Die Bekanntesten hier sind die Amstettner Hütte, das Ötscherschutzhaus sowie die Prochenberghütte. Diese sind vor allem dann sehr wichtig, wenn man davon ausgeht, dass sich das Wetter ändert. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist nämlich recht hoch, regnet es doch durchschnittlich an mindestens 150 Tagen im Jahr. Die Winter sind gerade hier in den Ybbstaler Alpen von recht viel Schnee geprägt, allerdings schein gerade im Herbst auch sehr oft die Sonne.