Wienerwald

Als Wienerwald wird der nordöstliche Ausläufer im Bereich der nördlichen Kalkalpen und ist zwischen Niederösterreich und Wien zu finden. Das kleine Mittelgebirge ist sehr stark bewaldet und dient nicht nur den Wienern als großes Naherholungsgebiet. Der Wienerwald selbst ist recht hügelig und liegt genauer gesagt zwischen dem Industrieviertel und dem Mostviertel in Niederösterreich. Das Gebirge erreicht hier allerdings nur Höhen zwischen 300 und 900 Metern. Doch auch hier hat man eine wunderschöne Sicht auf das Wiener Becken und auf die Stadt Wien. Begrenzt wird der Wienerwald durch die Flüsse Gölsen und Triesting im Süden sowie im Osten durch die Thermenlinie. Im Westen bilden die Flüsse Große Tulln bzw. Traisen eine natürliche Grenze. Im Norden ist dies die Donau und das Tullnerfeld. Die Grenze reicht bis direkt an Wien heran. Hier befindet sich der Lainzer Tiergarten sowie der Schwarzenbergpark. Das Gestein ist im Wienerwald überwiegend Sandstein, daher wird es auch zu den Flyschalpen gezählt. Im Südosten hingegen ist vor allem der Kalkstein zu finden, weshalb hier die Zuteilung zu den Kalkalpen richtig ist.

Flache Gipfel, doch wunderschöne Aussichten

Aufgrund der niedrigen Höhe kann man wohl nicht vom höchsten Berg sprechen. Die höchste Erhebung im Wienerwald ist der Schöpfl mit einer Höhe von 893 Metern. Hier befindet sich auch die Matraswarte. Beim Nachbarn Mitterschöpfl, der 882 Meter misst findet man das Leopold Figl Observatorium, das zur Wiener Universität gehört. Bei guter Sicht kann man sogar den über 100 km entfernten Ötscher oder auch den Schneeberg aus den steirisch-niederösterreichischen Kalkalpen erkennen. Es gibt noch mehrere interessante Gipfel im Wienerwald, wie z. B. der 885 Meter hohe Gföhlberg oder der Peilstein mit 716 Metern, der seinen Besuchern eine sehr bekannte und auch markante Kletterwand bietet.

Wunderschöne Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele im Wienerwald

Der gesamte Wienerwald verfügt insgesamt nur über zwei Gipfel, die auch mit einem Gipfelkreuz bzw. einem Gipfelbuch ausgestattet sind. Dies wären der Rossgipfel mit 633 Metern sowie das Steinplattl mit 649 Metern. Die Wege hier hin sind allerdings nicht markiert, ein weiterer Nachteil ist hier, dass man keine freie Sicht hat, weil der jeweilige Gipfel sehr stark bewaldet ist.

Die Täler des Wienerwalds finden überwiegend im Wiener Umland seinen Ursprung, aber auch im Bereich Baden und Mödling. Um diese zu verbinden, hat man einige Passstraßen gebaut. Diese wären der Exelberg, der kleine Semmering, der Gerichtsberg. Der hart verbindet den Wienerwald mit den Gutensteiner Alpen. Wer einmal in dieser Region unterwegs ist, der sollte sich auch die Seegrotte nicht entgehen lassen. Hierbei handelt es sich um den größten unterirdischen See weltweit. Auch die Burgruine in der Nähe von Mödling ist sehenswert. Durch das flache Gebiet ist der Wienerwald eher zum Wandern geeignet und um sich verschiedene Sehenswürdigkeit anzusehen. Zahlreiche Klöster, wie das Stift Heiligenkreuz, das Kloster Mariazell oder das Stift Klosterneuburg sind sehenswert. Für Kletterer besteht noch die Möglichkeit, dies im Jammerwandl zu tun. Auch die Mizzi-Langer-Wand oder auch der bei Baden zu findende überhängende Engelstein lohnen für einen Abstecher.