Türnitzer Alpen

Die Türnitzer Alpen befinden sich in der Steiermark und im südlichen Niederösterreich und gehören ebenfalls zu den Nördlichen Kalkalpen. Sie verlaufen vom Erlauftal bis hin zum Tal der Traisen sowie östlich zum weniger bekannten Unrechttraisen. Ganz im Süden befindet sich das Salzatal im Bereich des Halltals sowie dem Ort Mariazell. Das Gebiet der Türnitzer Alpen umfasst ungefähr 900 km² und bildet eine Zwischengruppe von den Voralpen zu den höher gelegenen Mürzsteger Alpen, die sich bereits im Bundesland Steiermark befinden. So ist der Große Sulzberg mit 1400 Metern der Höchste. 

Der Sulzberg ist der Größte unter den Kleinen in den Türnitzer Alpen

Er befindet sich im östlichen Gebiet von Mitterbach direkt am Erlaufsee bzw. im nördlichen Bereich des Hubertussees. Von hier kann man auch auf einer nicht markierten Route den Gipfel stürmen, allerdings ist hier ein wenig Vorsicht geboten. Doch es gibt noch weitere Gipfel in den Türnitzer Alpen, die die 1350 Meter-Marke überbieten können. Dies wären zum einen der Tiroler Kogel, der Türnitzer Höger oder der Hohenstein, zum anderen der Traisenberg oder aber die Bürgeralpe in der Nähe von Mariazell. 

Erschließung auf der Bürgeralpe in den Türnitzer Alpen

Auf der Bürgeralpe wurde bereits in den 20er Jahren eine Seilbahn gebaut, die Talstation befindet sich direkt in Mariazell. Mittlerweile stehen den Besuchern auch eine Vielzahl von Skiliften zur Verfügung, weswegen sich diese Region in den Türnitzer Alpen zu einem sehr anspruchsvollen Skigebiet entwickelt hat. Die rund 200.000 Besucher sprechen für sich. Auch für Rodler wurden entsprechende Abfahren zur Verfügung gestellt. Direkt auf dem Berg Bürgeralpe wurde ein Erlebnispark errichtet, der den Namen Erlebniswelt Holzknechtland trägt. Hier befindet sich ein künstlicher Bergsee und es wurde die Arbeit der damaligen Forstwirtschaft nachgestellt. Dies soll dem Besucher in den Türnitzer Alpen nähergebracht werden. 

Man findet hier auch einige Pässe, die man unbedingt erwähnen sollte. So befindet sich im Westen der Pielachtaler Gscheid auf einer Höhe von 841 Metern und im südöstlichen Bereich der 983 Meter hohe Kernhofer Gscheid.

Die Täler der Türnitzer Alpen sind nur sehr spärlich besiedelt. Der Grund könnten hier die sehr steilen Talflanken sein, die eine Bebauung eher schwierig machen. Allerdings ist hier die Wasserqualität sehr hoch. Aufgrund der geringen Höhe sind hier sogar die Regionen rund um die Gipfel sehr stark bewaldet.

Ausnahmen bilden hier die auch als Ausflugsberge bekannte Tirolerkogel oder aber der Eibl. Hier befinden sich überwiegend auch sehr große Almen und Weiden.