Totes Gebirge

Auch wenn der Name etwas Unheimliches an sich hat, darf man nicht davon ausgehen, dass das Tote Gebirge auch wirklich der Wahrheit entspricht. Der Name stammt vor allem von den bekannten Hochflächen, die allerdings recht karg sind und keinerlei Vegetation zulassen. Trotz allem ist hier ein recht hoher Bestand an Schwarz- und Rotwild zu verzeichnen. Das Tote Gebirge wird bereits zu den Nördlichen Kalkalpen bzw. Kalkhochalpen hinzugerechnet, liegt aber ebenfalls noch in den Ostalpen. Das Plateaugebirge umfasst Teilbereiche von Oberösterreich und der Steiermark. Das Tote Gebirge ist im westlichen Bereich etwas niedriger, aber auf den Hochtälern in Höhe von 1400 und 1600 Metern finden sich vereinzelt sehr schöne Bergwälder, die mit Nadelgehölz durchzogen sind. Auch Wiesen sind hier vorhanden, die Farbpunkte in die Landschaft zaubern. Weiter im Osten werden die Gipfel höher und folglich nimmt hier die Vegetation ab. Diese Region gilt zudem auch als recht wasserarm, da das Schmelz- oder Regenwasser sehr schnell versickert.

Im Nordosten schließen sich die Oberösterreichischen Voralpen an. Nördlich findet man die Ennstaler Alpen, im Süden die Rottenmanner und Wölzer Tauern. Auch ein Teil des Dachsteingebirges grenzt im Südwesten an das Tote Gebirge an. Mit den Salzkammergut-Bergen im Westen, wird der Kreis wieder geschlossen.

Die Schönberggruppe sowie das Zentralplateau

Den Hauptmassiv bildet die Schönberggruppe und das Zentralplateau. Beides trennt sich durch die Wildenseelinie. Das Zentralplateau ist dreigeteilt und umfasst die Woisinggruppe, die Prielgruppe und das Südostmassiv. Die Nebengruppen wären die Schönberggruppe und die Warscheneckgruppe, die allerdings nicht komplett zum Toten Gebirge gerechnet werden kann. Dass das Tote Gebirge recht groß ist, zeigt sich auch durch die Vielzahl an Vorbergen, die ebenfalls erwähnt werden sollen, sind diese doch nicht weniger attraktiv. So sind mit der Loser-Augsteck-Gruppe und der Grundlseer Bergen zwei wunderschöne Erholungsgebiete entstanden. Auch die Lawinenstein-Krahstein-Roßkogelgruppe ist ein beliebtes Ausflugsziel für Bergwanderer und Kletterer. Zahlreiche Seen durchziehen das Kalkmassiv und bietet ein wunderschönes Landschaftsbild im Toten Gebirge. Dem passionierten Bergwanderer und Alpengänger werden der Offensee, der Almsee oder der Wildensee wohl schon länger ein Begriff sein. Ebenso zählt der Elmsee oder der Altausseer See zu den schönsten Bergseen in der Region.

Wer hoch hinaus will, der entscheidet sich für den höchsten Gipfel. Mit 2515 Metern ist der Große Priel am Imposantesten. Dieser befindet sich auf der oberösterreichischen Seite. Knapp dahinter, auf der Seite der Steiermark befindet sich der Große Hochkasten, der mit 2389 Metern hier den höchsten Gipfel stellt.

Zahlreiche Höhlen untergraben das Tote Gebirge

Das Hauptmassiv des Toten Gebirges besteht überwiegend aus Dolomit und Kalkstein. Die ständige Verkarstung brachte viele Karren Schächte und Höhlen zum Vorschein, die umfangreiche Höhlenwanderungen ermöglichen. Sehr beliebt sind hier die Gasselhöhle, die Eishöhle direkt am Schönberg, sowie die Bärenhöhle in der Nähe von Salzofen. Besonders bemerkenswert ist das Schwarzmooskugel-Höhlensystem, das beeindruckende 56 km lang ist. Doch dies sind nur die Bekanntesten, insgesamt verbergen sich im Toten Gebirge mehr als 600 Höhlen und das sind nur die bisher erforschten. Recht beeindruckend ist auch das Schönberg-Höhlensystem, das nach neuesten Vermessungen insgesamt auf eine Länge von beeindruckenden 125 km aufweist. Die Tiefe wird in diesem Bereich mit 1070 Metern angegeben.