Tennengebirge

Das Tennengebirge ist im Vergleich zu seinen Nachbarn in den Ostalpen eher recht klein. Es gehört noch zu den Nördlichen Kalkalpen und wird als Plateaugebirge bezeichnet. Die gesamte Gegend ist mit Höhlen durchzogen und sehr stark verkarstet.

Das Tennengebirge umfasst etwa 60km² und liegt in der Nähe von Bischofshofen im Bundesland Salzburg. Was viele nicht wissen, ist, dass sich von diesen 60 km² annähernd 37 km² über 2000 Meter befinden. Seit dem Jahr 1982 steht das Tennengebirge auch vollständig unter Naturschutz. Westlich grenzt das Tennengebirge an das Hagengebirge, das zu den Berchtesgadener Alpen gehört. Etwas weiter im Norden befindet sich die Osterhorngruppe, im Osten beginnt bereits das Dachsteingebirge. Auch die Salzburger Schieferalpen begrenzen im Süden das Tennengebirge und vervollständigen die Umgrenzung des Gebiets.

Wunderschöne Täler umrahmen das Gebirge

Selbst wenn man die Gebirge noch nicht so genau kennt, wird man mit den Namen der Täler wohl etwas mehr anfangen können, weil man sie das ein oder andere Mal schon gehört hat. So dürften St. Martin am Tennengebirge oder Scheffau und Abtenau vielen ein Begriff sein. Doch auch Golling Annaberg-Lungötz,Werfenweng, Pfarrwerfen oder Werfen sind wunderschöne Talregionen im Tennengebirge.

Dass die Hälfte des Gebietes sich über 2000 Metern befindet, wurde ja bereits erwähnt. So ist es wenig verwunderlich, das auch eine Vielzahl der Gipfel diese Höhe locker überschreitet. Der höchste Gipfel des Tennengebirges ist der Raucheck mit einer Höhe von 2430 Metern, dicht gefolgt vom Lehnender Stein mit 2402 Metern und dem dritthöchsten Pfaffenleitnkopf, der immerhin 2370 Meter hoch ist. Insgesamt gibt es noch aber 17 weitere Gipfel über 2000 Meter, die den Bergfreunden nicht ganz unbekannt sein dürften. Auch hier findet man wieder in der Hauptsache Dachsteinkalk als Gesteinsart. Der Sockel allerdings ist allerdings aus Ramsaudolomit. Eine Besonderheit hingegen stellen die südlichen Vorberge dar. Diese gehören zu einer Art Schuppenzone aus Untertrias und Dolomitengestein.

Zahlreiche Höhlen durchziehen das Tennengebirge

Auch dieses Gestein ist durchzogen mit weitverzweigten Höhlen, wie die allseits bekannte Eisriesenwelt in der Nähe von Werfen. Diese ist die größte Eishöhle, die es derzeit weltweit gibt. Sie ist rund 42 km lang. Der eisige Teil davon kann auch besichtigt werden.

Eine weitere Höhle am Pass Lueg ist die Brunneckerhöhle oder aber die Tricklhöhle bei Abtenau. Diese ist ebenso wie die Winnerfallhöhle im Bereich Oberscheffau eine aktive Wasserhöhle, die meist überflutet sind, wenn längere Regenfälle vorherrschen oder aber die Schneeschmelze eingesetzt hat. Kein Wunder, das diese Gebiete überwiegend für Höhlenkundler und auch für Wissenschaftler von sehr großem Nutzen sind.

Doch auch Wanderer und Bergsteiger kommen im Tennengebirge voll auf ihre Kosten, ist der Alpinismus und der dazugehörige Tourismus sehr ausgeprägt. Leider sind die Wetterumschwünge hier mitunter recht stark, was dazu führt, dass man plötzlich bei starkem Nebel schnell die Orientierung verlieren kann. Daher sollte bei den Überschreitungen des Bergplateaus eine gewisse Bergroutine vorhanden sein, auch wenn sich gerade in diesem Gebiet zahlreiche Hütten befinden, die man bei Schlechtwetterphasen aufsuchen kann. Doch auch für Bergsteigeranfänger gibt es einige Plätze, die man recht einfach erreichen kann. Besonders die Südwandhänge in der Nähe der Werfener Hütte sind dafür geeignet. Ebenfalls recht gut erreichbar sind die auf über 1500 Meter gelegenen Hütten, die man unter den Namen Dr.-Friedrich-Oedl-Haus oder Dr.-Heinrich-Hackel-Hütte kennt.

Ein Traum für jeden Wanderer ist ebenfalls die Edelweißerhütte. Zahlreiche Weit- und Fernwanderwege verlaufen im südlichen Tennengebirge. Im Westen hingegen führt der Salzburger Arnoweg entlang der Gruppe und macht das Tennengebirge zu einem kurzweiligen Bergerlebnis.