Sesvennagruppe

Die Sesvennagruppe breitet sich gleich in mehreren Ländern aus. So berührt diese Untergruppe der Zentralalpen die Schweiz mit dem Kanton Graubünden, Österreich mit dem Bundesland Tirol sowie Italien, mit einem Teil von Süditalien. Bereits daran wird man erkennen das die Sesvennagruppe zu den Ostalpen gehört. Doch der Hauptteil befindet sich auf Schweizer Gebiet und ist als Unterengadin-Münstertal bekannt. Nordöstlich in der Region um Nauders, gibt es ein österreichisches Gebiet.

Die Abgrenzungen gestalten sich als etwas schwierig, doch mittlerweile wurde eine genaue Abgrenzung festgelegt. Hierfür ist die AVE (Alpenvereinigung der Ostalpen) verantwortlich. Die Grenze vom Finstermünzpass bildet im Südwesten der Inn. Dieser trennt ebenso die Albula Alpen von der Sesvennagruppe ab. Auch die Ortlergruppe und die Livigno Alpen werden unteranderen vom Münstertal regional abgegrenzt. Der Ofenpass verbindet allerdings die Ortlergruppe wieder mit der Sesvennagruppe, der Reschenpass stellt eine Verbindung mit den Ötztaler Alpen her. Die Schweizer und Italiener allerdings teilen die Region allerdings anders ein, was sich aber namentlich nicht sonderlich ändert.

Nur wird der Bereich der Gebirge rund um Graubünden als Bündner Alpen bezeichnet. Dies betrifft auch Regionen außerhalb, sodass der auch ein Teil der Ortlergruppe, also der auf schweizer Gebiet zu den Bündner Alpen gezählt wird.

Italienische und Schweizerische Bezeichnungen

Der Teil der italienischen Sesvennagruppe ist auch teilweise in den italienischen Bergführeraufzeichnungen unter dem Begriff Rätische Alpen zu finden. Doch unumstritten ist der höchste Gipfel der Sesvennagruppe. Dies ist der 3204 Meter hohe Piz Sesvenna, der gleichzeitig der Region auch seinen Namen verlieh. Er befindet sich im Engadin an der schweizerisch-italienischen Grenze, jedoch hauptsächlich auf dem Schweizer Staatsgebiet. Hier befindet sich auch der Sesvennagletscher sowie der kleine Ort Scuol. Der Aufstieg auf den Piz Sesvenna ist sehr beliebt und man hat hierfür zahlreiche Möglichkeiten. So ist eine Route von Schlinig (Südtirol) über die Sesvennahütte möglich, diese führt durch das Schlinigtal. Hier führt die Route weiter über den Bereich der Sesvennascharte, den Sesvennagletscher sowie über den Ostgrat zum Gipfel. Alternativ ist auch ein Aufstieg vom Taufers aus durch das bekannte Avignatal möglich und auch sehr beliebt.

Auch der Piz Pisoc mit 3174 Meter sowie der Piz Tavrü mit 3171 Metern ist in dieser Region sehr bekannt und gelten als Aushängeschild für die Sesvennagruppe. Die Sesvennagruppe ist überwiegend ein Teil des Schweizer Nationalparks. Dies ist der Einzige, den die Schweiz sein eigen nennen kann.

Hütten für die Bergsteiger das ganze Jahr

Für den Tourismus wurde mittlerweile eine Menge getan, so stehen den Bergsteigern und Kletterern zahlreiche Hütten zur Verfügung. Im Schweizer Teil befindet sich die Lischanahütte, auch Chamanna Lischana genannt, auf eine Höhe von 2500 Meter. Diese bietet insgesamt 42 Notschlafplätze und wird von Juli bis Ende September auch bewirtschaftet.

Auch im italienischen Teil der Sesvennagruppe steht dem Wanderer eine recht große Alpen-Vereinshütte zur Verfügung. Die Hütte befindet sich auf 2256 Metern Höhe und ist ebenfalls von Juli an bis Ende Oktober/Anfang November bewirtschaftet. In den Wintermonaten steht sie dem Wanderer von Ende Februar bis einschließlich Mitte mai zur Verfügung. Hier stehen insgesamt 78 Betten bereit. Die übrigen Wintermonate ist sie zwar geöffnet aber nicht bewirtschaftet. So ist man das ganze Jahr über in den Sesvennagruppe gut versorgt und kann die Gegend zu jeder Jahreszeit einmal genauer unter die Lupe nehmen und erkunden.