Schweizer Voralpen

In der Schweiz wird der Übergang vom hügligen Land zum Gebirge als Voralpen bezeichnet. Eine genaue Begrenzung des Übergangs ist dabei schwierig. Die Schweizer Voralpen nehmen zirka 12 Prozent der Fläche der Schweiz ein. Zu den Schweizer Voralpen gehören die Kantonen St. Gallen, Bern, Luzern sowie Waadt, Freiburg, Zug, Schwyz und Nidwalden. Diese Gebiete weißen typische Voralpenmerkmale auf. Der Bereich der Schweizer Voralpen ist vorwiegend ländlich. Die hüglige bis gebirgige Zone ist von Ackerbau und Viehzucht gezeichnet. Der höchste Gipfel der Schweizer Voralpen ist der Vanil Noir. Er erreicht eine Höhe von 2.389 Meter. Der mit Gras bewachsene Gipfel und die umliegenden Täler Bounavaux und Morteys sind seit 1983 ein Naturschutzgebiet mit etwa 15 km² Fläche. Seltene alpine Pflanzenarten haben hier ihre Heimat. Schuppenkopf, Alpen-Betonie und Berg-Drachenkopf wachsen hier. Außerdem gibt es am Vanil Noir eine große Population an Steinböcken und Gämsen. 

Wunderschöne Landschaften und kulinarische Genüsse

Mergelschicht wechselt sich im Gebiet des Vanil Noir mit harten Kalksteinzügen ab. Der Gipfel des Berges kann über Wanderrouten erreicht werden. Ein Teilgebiet der Schweizer Voralpen sind die Berner Voralpen. Der höchste Berg ist das Schilthorn mit 2.973 Meter. Er ist mit einer Luftseilbahn zu erreichen. Eine Bergstation befindet sich auf dem Gipfel. Für Besucher gibt es ein Drehrestaurant, von dem man einen Blick über das Lauterbrunnental und den Schwarzwald werfen kann. In dem Drehrestaurant „Piz Gloria“ wurden einige Szenen der James-Bond-Filme „Im Geheimdienst der Majestät“ gedreht. Der äußere Ring des Restaurants dreht sich in zirka 55 Minuten um seine Achse.

Im Norden der Schweizer Voralpen befinden sich die Freiburger und Waadtländer Voralpen und im Nordosten die Luzerner und Unterwaldner Voralpen. 

Eine interessante Filmkulisse

In den Luzerner Voralpen befindet sich das sagenumwobene Pilatusmassiv. Sagen und Geschichten um Drachen, Hexen und Zauberern ranken sich um den Berg. Am bekanntesten ist die Sage um den römischen Präfekten Pilatus. Er soll seine Ruhestätten im Pilatussee gefunden haben. Doch seine Seele fand keineswegs Ruhe. Sie streifte durch den Sumpf und die umliegenden Felsen und brachte manchen Hirten einen Schrecken. Sehenswert ist auch die Steinbock-Population. Nachdem sie im 17. Jahrhundert ausgerottet wurden, siedelte man 1961 die ersten Tiere wieder an. Inzwischen ist die Herde gewachsen und gehört zu den größten Attraktionen der Schweizer Voralpen.