Schobergruppe

Die Schobergruppe ist ein Teil der Hohen Tauern und zählt zu einer weiteren Untergruppe der österreichischen Zentralalpen und damit auch zu den Ostalpen. Südlich des Alpen-Hauptkamms ist es direkt, im Zentrum der Tauern zu finden. Sie steht daher im Verbund mit der Ankogelgruppe, der Glocknergruppe und der Goldberggruppe. Auch die Venedigergruppe, das Riesenfernergebirge oder die Villgratner Berge zählen dazu. Geografisch gesehen gehört die komplette Schobergruppe zu Österreich. Hier teilen sich die Bundesländer Tirol und Kärnten die Rechte. Auch wenn die Gruppe recht groß ist, kann man doch einen hohen Gipfel ausmachen.

Es handelt sich hierbei um das Petzeck, das mit rund 3283 Metern als recht hoch anzusehen ist. Allerdings erhielt die Gruppe ihren Namen durch den 3240 Meter hohen Hochschober, der sich ebenfalls in diesem Gebiet befindet. Der Petzeck wurde schon recht früh erstmalig bestiegen, gilt dieser auch als nicht besonders schwierig. Erstmalig erwähnt wurde die Besteigung im Jahr 1844 durch drei Bergsteiger. Schon zehn Jahre später wurde dieser Berg bereits vermessen. Es wird aber gemunkelt, dass Jäger schon viel früher auf den Gipfeln gestanden haben, doch hierüber ist nichts weiter bekannt.

Die Schobergruppe im Schatten der Nachbarn

Die Schobergruppe wird von der Felbertauernstraße durchzogen, die direkt in die Osttiroler Bezirkshauptstadt Lienz führt. Genau diese Straße wird auch als Zufahrtsweg für die Hochalpenstraße des Großglockners. Obwohl sich die Schobergruppe landschaftlich nicht hinter seinen Nachbarn verstecken muss, steht sie in der Beliebtheitsskala bei den Touristen und vor allem den Bergsteigern etwas hinten an. Der Großvenediger sowie der Großglockner ist wesentlich bekannter. Dabei wären zahlreiche Seen und die typische Landschaft der Schobergruppe selbstredend einen Besuch wert. Seit 1981 ist die Schobergruppe übrigens ein wichtiger Teil des Nationalparks „Hohe Tauern“, was der Gegend einen wichtigen Schub in die richtige Richtung gegeben hat.

Der Aufstieg wird belohnt

Zwar wird der Petzeck als höchster Gipfel angegeben, doch dies erreichte er nur wegen 2 Meter. Denn dann folgt schon der Rote Knopf mit einer Höhe von 3281 Metern. Er liegt aber eher recht versteckt und ist daher auch nicht so bekannt, weil er von den Tälern aus nicht zu erkennen ist. Die Routen sind von der Elberfelder Hütte aus sehr gut markiert, erfordern von den Bergsteigern teilweise Klettererfahrung. Hat man den Gipfel erst einmal erreicht, hat man bei schönem Wetter einen wunderschönen Blick auf den mächtigen Großglockner und auf sämtliche Gruppen der Hohen Tauern.