Rottenmanner und Wölzer Tauern

Die Rottenmanner Tauern und Wölzer Tauern gehören zu den Ostalpen und befinden sich in der Steiermark in Österreich. Sie stellen eine Untergruppe der Zentralalpen und bilden zusammen mit den Seckauer Tauern, den Schladminger Tauern sowie den Radstädter Tauern die Hauptgruppe der bekannten niederen Tauern. Hier liegen sie relativ zentral umgeben vom Triebener Tauernpass und dem Sölkpass, die auch wichtige Verbindungen zu den angrenzenden Gebieten geschaffen haben. Auf diese Weise erhält man eine vollständig zusammengeschlossene Untergruppe. Dabei sind die Rottenmanner Tauern im nordöstlichen Teil zu finden, während die Wölzer Tauern den südlichen sowie den zentralen Teil dieser Untergruppe bilden. Der Name Wölz stammt übrigens von den Orten Niederwölz bzw. Oberwölz.

Wunderschöne Sehenswürdigkeiten in den Tauern

Die Rottenmanner Tauern sind nach der Ortschaft Rottenmann benannt worden und hat eine lange geschichtliche Tradition. Diese Stadt ist ein wunderschöner Ausflugsort für Wanderer. So sind es die Burg Strechau, das Schloss Grünbündel oder aber das Schloss, das sich direkt in der Rottenmanner Altstadt befindet.

Der höchste Gipfel in den Rottenmanner Tauern und Wölzer Tauern ist die Rettelkirchspitze und verfügt über eine Höhe von 2475 Meter. Beheimatet ist dieser Gipfel nördlich des Ortes St. Peter am Kammersberg.
In den Rottenmanner Tauern bzw. in den Wölzer Tauern findet man überwiegend, wie in den Zentralalpen üblich, Glimmerschiefer, weiter im Osten dann Schiefer- und Granitgneise. Früher waren hier einige Gletscherregionen, die tiefen Täler sind heute noch ein Indiz dafür. Auch die kleinen versteckten Karseen sprechen noch für diese Theorie. Mittlerweile befinden sich in den kompletten Niederen Tauern keine Gletscher mehr, dafür aber eine Vielzahl von wunderschönen Seen.

Die Wölzer Tauern mit vielen Bodenschätzen

Gerade die Wölzer Tauern waren früher ein recht metallreiches Gebiet, hier wurde bereits in der Zeit des Mittelalters Erz gefördert. Es wurde unter anderem Silber, Nickel, Blei Kupfer oder Eisen zutage befördert und bescherte der Region hohes Ansehen. Dies war auch der Grund, warum dieses Gebiet relativ schnell erschlossen wurde. Grund hierfür war auch der Bau von ersten Bahnlinien in den 50er Jahren. Das betraf zwar die kompletten Niederen Tauern, jedoch kam auch die Region der Wölzer Tauern, also die nördliche Seite in diesen Genuss, was den Tourismus weiteren Schwung verschaffte. Es wurden die Straßen weiter ausgebaut oder aber Seilbahnen und Schlepplifte errichtet. Seit dem Jahr 2006 sind die Hochlagen der kompletten Wölzer Tauern ein Teil des Europa-Schutzgebietes. Die Wölzer Tauern verfügen über einen Windpark, der mittlerweile zu den höchsten in Europa zählt, und wird als Tauern-Windpark für die Stromerzeugung und Nutzung in der Region genutzt.