Rätikon

Als Rätikon wird der nordwestliche Teil der Rätischen Alpen bezeichnet. Der Hauptkamm bezeichnet teilweise die Grenze zwischen der Schweiz und Österreich. Der westliche Teil des hier liegenden Rheintals ist als das Steuerparadies bekannt, denn hier befindet man das Fürstentum Liechtenstein. Auch wenn es der Name nicht vermuten lässt, besteht dieses Gebirge überwiegend aus Kalkstein, was für den Bergsteiger bedeutet, dass er hier scharfe und spitze Felsen und Gipfel vorfindet.

Das Rätikon erfordert Erfahrung von jedem Bergsteiger

Das Rätikon ist bekannt für seine schweren alpinen Klettertouren. Allerdings ist das Gebirge auch mit vielen Wanderwegen und Almen verbunden, so dass man auch Wanderungen unternehmen kann, die nicht so gefährlich sind und von Berghütte zu Berghütte führen. Sehr bekannt ist hier das kleine Dörfchen St. Antönien, das sich auf der Schweizer Gebirgsseite befindet. Der höchste Berg im Rätikon Gebirge ist der Schesaplana mit einer Höhe von 2.964 Metern. Dieser liegt direkt im Dreiländereck Schweiz, Österreich und Liechtenstein, direkt neben dem Luener See. Den höchsten Gipfel des Rätikon kann man von allen Seiten aus sehr gut erreichen. Ab dem Luener See steht einem eine Seilbahn zur Verfügung, aber auch Touren über den Brandner Gletscher oder über den Schesaplanasattel sind sehr beliebt.

Grund für den regen Bergverkehr sind höchstwahrscheinlich auch die fünf Hütten, die sich in dieser Gegend befinden. So sind auch sämtliche Aktivitäten für die Sportler hier im Rätikon möglich. Selbst im Frühsommer sind Skitouren auf dem Brandner Gletscher sind ohne weiteres möglich. Der Schesplana bietet eine spitzenmäßige Panorama-Übersicht. Bei gutem Wetter sind die Walliser Alpen, einige Gruppen des Ortlers oder der Bernina ebenso zu erkennen wie die Ötztaler Alpen. Allein diese Tatsache machen einen Aufstieg auf den höchsten Rätikon Gipfel erstrebenswert. 

Brand spielt eine sehr wichtige Rolle

Die Länge des Hauptkamms beträgt ungefähr 40 km und befindet sich zwischen der Schweiz und Österreich. Hier entstand auch das vergletscherte Hochplateau, das als „Dach des Rätikon“ bezeichnet wurde. Der Gletscher selbst trägt den Namen Brandner Gletscher. Diesen Namen bekam er durch das kleine Dorf Brand das sich im Brandner Tal im Norden Österreichs befindet. Der Gletscher selbst ist relativ flach und kann sehr leicht durchwandert werden. Auch die Schesaplana Anhöhe innerhalb des Brandnertals zählt zu einem der wichtigsten Täler im Rätikon. Die Südseite des Hauptkamms besteht, wie bereits angesprochen aus Kalkstein. Es haben sich hier sehr steile, teilweise bis zu 600 Meter hohe und steile Wände gebildet, die das Kletterherz eines jeden Bergsteigers höher schlagen lässt.