Plessur Alpen

Die Plessur Alpen bezeichnen ganz einfach einen Gebirgszug im schweizerischen Graubünden. Der höchste Gipfel wird hier mit dem Aroser Rothorn und einer Höhe von 2.980 Metern angegeben. Dieser Gebirgszug wird allerdings durch den rund 33 km langen Fluss Plessur geteilt. Die Plessur Alpen sind auch sehr bekannt durch den Kurort Arosa. Sehr beliebt bei den Touristen sind auch hier die Orte Davos, Lenzerheide oder Klosters. Geologisch gehören die Plessur Alpen zu den Zentralalpen und bilden mehrere Ketten wie die Parpaner-Rothorn und Lenzerhorn-Kette. Neben dem Arosa Rothorn befinden sich außerdem noch das Erzhorn mit 2924 Metern oder das Parpaner Rothorn in diesem Gebiet. Alle diese verfügen über ein umfangreiches Gondelbahnnetz. Natürlich sollte auch der Weißflue oder das Hörnli in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben.

Die Plessur Alpen mit ihrem Kettengebilde

Eine weitere Kette bildet die Stätzerhorn-Kette mit dem höchsten Gipfel, dem Stätzerhorn mit einer Gesamthöhe von 2.574 Metern. Der Hochwang mit einer Höhe von 2.534 Metern wird der Hochwang-Kette zugeordnet. Neben der Weißflue-Gruppe und der Weißhornkette und dem bekannten Aroser Weißhorn mit 2.556 Metern Höhe, zählt auch die Strela-Kette zu einem der eindrucksvollsten Gebiete. Hier befindet sich auch der Guggernellgrat mit einer Höhe von 2.810 Metern. Die Strela-Kette wird auch von vielen Arosa Dolomiten genannt. Grund hierfür ist die graue Verfärbung an den mächtigen Schuttkegeln. 

Die Gesamtfläche der Plessur Alpen wird mit rund 900 km2 angegeben und ist von der Größe her in etwa mit der Silvrettagruppe vergleichbar. Umrahmt werden die Plessur Alpen von den Alpura Alpen, den berühmten Rätikon, der Silvretta, den Glarner Alpen und den Adula Alpen, was die Region recht attraktiv macht. Das Gebiet weißt immerhin 11 Berge auf, die allesamt über 2.800 Meter hoch sind. Einige davon sind die Spitzig Gretli, der Amselflue oder der Piz Linard. 

Die Plessur Alpen – das Land der tausend Seen

Die gesamten Plessur Alpen verfügen nur über eine einzige offizielle Hütte, die Ramozhütte genannt wird. Sie befindet sich im Welschobertal. Neben dieser gibt es selbstverständlich auch noch zahlreiche private Hütten, wie die Meiserhütte, die Valbellahütte oder die Chörbschhornhütte. Hier werden günstige Übernachtungen angeboten. Das Gebiet Graubünden wird nicht umsonst als das Land der tausend Seen bezeichnet, dies wird vor allem in der Umgebung von Arosa recht deutlich, die Bergseen sind mehr als sehenswert. Auf knapp 1.800 Metern befindet sich der Obersee direkt im Ortskern von Graubünden und zieht somit sehr viele Touristen an. Auch ein Bootsverleih sorgt für entsprechende Abwechslung.

Das Naturschutzgebiet Hoch- und Flachmoor Schwarzsee ist sehr ruhig und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein, allerdings ist dieser nicht ausgewiesen und gilt als Geheimtipp. Stauseen in diesem Gebiet der Plessur Alpen sind für die Wasser- und Stromversorgung zuständig. Auch der noch höher gelegene Grünseeli ist einen Ausflug wert. So kann man neben den Gipfelwanderungen auch ruhig eine Wanderung zu den landschaftlich wunderschönen Seen machen. Der Schwellisee liegt auf einer Höhe von 1.930 Metern wäre sogar für eingeschränkte Wanderer mit dem Auto erreichbar. So hat man den perfekten Ausgleich und zahlreiche Möglichkeiten die wunderschönen Plessur Alpen zu erkunden.