Ortler Alpen

Die Landschaft rund um die Ortler Gruppe gehört wohl mit zu den schönsten im gesamten Raum der Ostalpen. Das Gebiet ist klimatisch sehr gut begünstigt und auch die Vegetation ist hier recht gut. Das bedeutet, dass man selbst in 900 Meter Höhe auch noch blühende Obstbäume vorfinden kann. Trotz der wenig bewachsenen Hänge kann man sich hier jedoch trotzdem über typisch blühende Alpenblumen freuen. Natürlich sieht man gerade in den Tälern ein recht üppiges Wachstum. Hier merkt man besonders den Wechsel von warmen frühlingshaften Temperaturen im Tal bis hin zu Wind und Kälte in den Gipfeln. Der Winter wird in den Gletschern der Ortler Gruppe besonders deutlich.

Der Ortler erreicht fasst 4000 Meter

Die Ortler Gruppe mit Ihren Dörfern und Ortschaften wurde überwiegend von der Südtiroler Seite beeinflusst. Die Ortler Gruppe ist besonders für den hochalpinen Sport hervorragend geeignet, den hier befinden sich mehrere Gipfel, die mit Eis und Schnee bedeckt sind. Höchster Gipfel ist hier der Ortler, der mit 3902 Metern nur knapp an einem 4000er vorbei schrammt. Nicht weniger attraktiv ist die Königsspitze mit 3859 Metern, den man auch unter dem Namen Gran Zebru aus den Bergführern kennt. Die überragen doch recht stark alle anderen Gipfel des Hauptkamms der Ortler Gruppe im Bereich der Ostalpen. Die Hochlagen der Ötztaler Alpen nördlich und das Ortlermassiv wird durch das Etschtal und den Vintschgau miteinander verbunden. Hier befindet sich auch die Stadt Meran, die als staatlicher Kurort bekannt wurde, sowie der Reschenpass.

Südlich von Meran befindet sich das Dorf Lana inmitten der dicht besiedelten Region der Ortler Gruppe, dem Ultental. Früher wurde die gesamte Ortler Gruppe für regen Handelsverkehr genutzt, auch Kriege wurden hier bereits geführt. Daher ist es auch kein Wunder, das die gesamte Region noch reich an Baudenkmälern und Kunstwerken ist. Gerade entlang der Etsch finden sich noch zahlreiche Burgen, Kapellen und Schlösser. Das bekannteste ist das Schloss Churburg.

Wertvolle Tier- und Pflanzenwelt

Das Gestein der Ortler Gruppe besteht aus Phyllit, dass man auch unter dem Begriff Vintschgauer Schiefer kennt. Doch auch Triassedimente oder Tonalit-Pluton wurde hier schon gefunden. Bei Maas weißt der weiße Marmor besonders in den Randbezirken auffällige Glittereinlagen auf, die gerade für Mineralienfreunde sehr interessant sind. Die gesamte Ortler Gruppe wurde zu einem Naturpark erklärt. Doch nicht nur die üppige Pflanzenwelt war hier der Grund, neben dem Schutz von Edelweiß und dem Brändlein gilt vor allem den Alpentieren ein besonderer Schutz. Neben sehr seltenen Schlangenarten und Eidechsen finden sich selbstverständlich vereinzelt auch Steinböcke und Gemsen, wie sie für die Alpenregion typisch sind. Doch trotz aller Vorsicht hat man hier ein wunderschönes Stück Landschaft geprägt, die vor allem von Hochalpinisten sehr gerne besucht wird. Die Gletscherlandschaft der Ortler Gruppe zieht die Sportler ganzjährig an.