Ötztaler Alpen

Als die größte Berggruppe der Ostalpen werden übereinstimmend die Ötztaler Alpen genannt. Die Flächenausdehnung ist enorm, auch die Topografie ist recht unterschiedlich und abwechslungsreich. Teilweise sind die Ötztaler Alpen sehr gut erschlossen.

Der nordöstliche Teil allerdings ist noch recht naturbelassen und zeichnet sich durch seine Ruhe und Abgeschiedenheit aus. Umrahmt sich die Ötztaler Alpen durch wunderschöne Aussichten auf die Lechtaler Alpen, auch die Stubaier Alpen sowie die Mieminger Kette ist von hier aus sichtbar. In direkter Nachbarschaft befinden sich auch die beliebte Samnaungruppe und die Sesvennagruppe. Im Weiteren Verlauf blickt man auch auf die Sarntaler Alpen oder die Ortlergruppe. Man hat sich mit den Ötztaler Alpen also eine wunderschöne Landschaft zum Wandern und Bergsteigen ausgesucht. Überwiegend auf Tiroler Gebiet befinden sich zahlreiche Schutzgebiete. Am bekanntesten ist hier wohl der Naturpark Texelgruppe. Der Hauptkamm der Ötztaler Alpen ist im Übrigen deckungsgleich mit dem Alpenhauptkamm. Wer sich schon einmal mit Wanderungen in den Ötztaler Alpen befasst hat, der wird sicher schon einmal vom Gelben Weg der Via Alpina gehört haben. Dieser zählt zu dem wohl bekanntesten Weitwanderweg in dieser Region. Auch die Gebiete Vintschgau oder Meran mitsamt der wunderschönen Umgebung begeistern die Besucher jedes Mal aufs Neue. 

Die Teilung zwischen Tirol und Südtirol

Der höchste Gipfel in den Ötztaler Alpen ist die Wildspitze mit 3.768 Metern. Erstmalig wurde dieser im Jahr 1848 von Leander Klotz bezwungen. Neben diesem Gipfel gibt es noch zahlreiche andere, die sich diesem anschließen. Dies wäre u.a. der Similaun, der Weißkugel oder der Ötztaler Urkund. Auch die Gletscher haben sich bei den Freizeitsportlern mittlerweile einen Namen gemacht. So sind der Gepatschferner, der Gurgler Ferner oder der Hintereis-/ Großer Vernagtferner beliebte Ski- und Klettergebiete. Die Ötztaler Alpen befinden sich genau an der Grenze von Österreich und Italien. Dieses Gebirge teilen sich also die Tiroler mit den Südtirolern. 

Vorherrschend ist hier der Schnalskamm und der, auf einer Höhe von 3.599 Metern liegende Similaun, der selbst im Sommer mit Eis überzogen ist. Erstmals wurde dieser im Jahr 1834 von Josef Raffeiner und Theodor Kaserer bestiegen. Der Aufstieg auf den Similaun zählt mittlerweile zu den klassischen Touren in den Ötztaler Alpen. Sie beginnt auf der Seite Südtirols vorbei an dem Vernagter Stausee und führt hinauf auf die Similaunhütte. Erschwert wird diese Tour vor allen wegen der zahlreichen losen Gesteinsmassen und die teilweise recht steilen Klippen. Auch die vorhandenen Spalten, die dort vorhanden sind, sind nicht zu unterschätzen. Daher ist bei dieser Tour auch unbedingt auf eine richtige Ausrüstung für Hochtouren sowie fachkundigen Seilpartnern dringend anzuraten. 

Der Fundort des „Ötzis“

Bekannt wurde diese Region auch außerhalb der Alpen durch den Fund des „Ötzis“. Der Mann aus dem Eis wurde bereits im Jahr 1991 von Bergsteigern auf dem Tisenjoch auf einer Höhe von 3.210 Metern gefunden. Da das Similaun Gebiet ja wie bereits erwähnt nicht ländermäßig zugeordnet werden kann, war lange Zeit nicht klar, ob und wem „Ötzi“ denn zugeordnet werden konnte. Tirol und Südtirol erhoben beide Ansprüche auf den Fund. An der Stelle an der „Ötzi“ gefunden wurde, befindet sich mittlerweile ein Denkmal, um die Stelle in den Ötztaler Alpen zu markieren.