Oberösterreichische Voralpen

Auch die Oberösterreichischen Voralpen sind eine eigenständische Gebirgsgruppe. Doch gerade hier gibt es unterschiedliche Meinungen, was die Einteilung betrifft. Grundsätzlich allerdings umfassen die Oberösterreichischen Voralpen die Regionen dem Trauntal in der Nähe von Gmunden westlich und dem östlich gelegenen Ensstal. Nördlich geht es hinauf bis Steyr oder anders genannt die Steyrtaler bzw. Ensstaler Voralpen. Ein kleiner Teil entfällt noch auf die Salzkammergut Voralpen. Ein sehr großer Teil befindet sich hier im Bereich des Nationalparks der Kalkalpen. Eigentlich schließt das Tote Gebirge auch noch an, wird aber zu diesem Gebiet nicht mehr hinzugezählt, sondern zu den Oberösterreichischen Hochkalkalpen.

Weitere Gebirgsgruppen, die ebenfalls eine Erwähnung wert sind, sind das Reichraminger Hintergebirge oder das Sensgengebirge. Hier befindet sich auch gleichzeitig der höchste Gipfel. Hierbei handelt es sich um den Hohen Nock. Der Hohe Nock ist insgesamt 1963 Meter hoch und liegt im Norden von Windischgarsten. Er wird dem Nationalpark der Kalkalpen hinzugerechnet und ist hiermit ebenfalls der höchste Berg in den Oberösterreichischen Voralpen. Doch es gibt in dieser Region noch weitere Gipfel, die recht bekannt sind, wenn auch nicht ganz so hoch. So wären hier Kremsmauer, Traunstein und Kasberg zu nennen, die allesamt in den Bergführern als recht attraktiv bezeichnet werden, auch wenn diese wohl eher unter der Rubrik Totes Gebirge zu finden sind. Geografisch gehören diese noch zu den Oberösterreichischen Voralpen.

Hoher Baumbestand und reiche Tierwelt

Auch wenn die Oberösterreichischen Voralpen nur eine geringe Höhe aufweisen, haben diese einen doch recht alpinen Charakter vorzuweisen. Diese stehen überwiegend auf einen Dolomitsockel und warten mit einem Wettersteinkalkmassiv auf. Während der südliche Teil eher flach ist, ist die Nordseite des recht stark verkarsteten Gebirges sehr steil. Über 80% der Fläche ist bewaltet, der bestand an Buchen, Tannen oder Fichten recht hoch. Auch der Tierbestand ist hier recht ausgeprägt. So finden sich in den Oberösterreichischen Voralpen sehr viele Rehe, Steinadler, Gemsen oder Luchse. Selbst Braunbären sind hier gesichtet geworden.

Zwischen Tourismus und Einöde

Wer den Tourismus sucht, der muss sich auf den Nationalpark Kalkalpen oder die Feichtau-Alm konzentrieren. Im westlichen Bereich führen auch Straßen und Forstwege durch die Landschaft. Dies sucht man im östlichen Teil vergebens. Hier ist nicht einmal der Ostteil des Hohen Nock erschlossen und wohl eher für den einsamen Wanderer geeignet. In diesem Gebiet fehlen auch bewirtschaftete Hütten, weshalb eine Wanderung in den Oberösterreichischen Voralpen doch viel Kondition und Planung erfordert. So sollte man sich auf die Hütten, die es im westlichen Gebiet des Hohen Nock gibt, konzentrieren.