Mieminger Kette

Die Mieminger Kette, auch landläufig das Mieminger Gebirge genannt, zählt ebenfalls zu den Nördlichen Kalkalpen im Bereich der Ostalpen. Es befindet sich komplett auf Österreichischem Gebiet, genauer gesagt im Bundesland Tirol. Obwohl nicht weniger attraktiv, ist die Mieminger Kette immer beim Vergleich mit dem bekannten Wettersteingebirge im Hintertreffen. Während die Hohe Munde, der Drachensee oder der Vordere Tajakopf von den Touristen bisher recht gut angenommen wurden, ist der eher noch sporadisch erschlossene Mittelteil der Kette nicht sehr beliebt bei Bergsteigern. Verkehrstechnische ist die Mieminger Kette recht gut zu erreichen. So steht einem die Außerfernbahn im westlichen Ehrwald zur Verfügung. Auch Busverbindungen nach und von Mittenwald oder dem Tiroler Seefeld können genutzt werden. 

Der Hochplattig gilt als unattraktiv und gefährlich

Der höchste Gipfel in der Mieminger Kette ist der 2.768  Meter hohe Hochplattig. Dieser liegt direkt im Mieminger Kette Hauptkamm. Umrahmt wird dieser durch die östliche Mitterspitze mit 2.705 Metern, sowie der 2.317 Meter hohe Alplscharte und ebenfalls im Osten liegend die 2.721 Meter hohe Hochwand. Im nördlichen Bereich des Hochplattig findet man überwiegend nur eine steile Felswand. Auf der Südseite hingegen finden sich ein Schrofengelände sowie recht steil abfallende und begrünte Hänge wieder. Daher ist auch hier der Aufstieg recht beschwerlich. Der höchste Bereich des Hochplattig ist nicht recht ausgeprägt. Er befindet sich ungefähr in der Mitte eines ca. 700 Meter breiten Grates zwischen dem Ostgipfel und dem Westeck. Der Höhenunterschied beträgt an diesen Stellen zwischen 70 und 50 Metern. 

Auch wenn der Hochplattig der höchste Gipfel in der Mieminger Kette ist, wird er von Bergsteigern recht selten für das Klettervergnügen genutzt. Der Grund könnte hier vielleicht der recht beschwerliche Zugang sein. Es steht dem Sportler kein Weg zur Verfügung. Lediglich einige Steigspuren können hier genutzt werden. Da das Schrofengelände einen schlechten Ruf hat, d. h. es besteht hier eine erhöhte Steinschlaggefahr, ist der Aufstieg auch sehr gefährlich. Allein der Ostgipfel macht es den Bergsteigern etwas leichter.

Faszinierende Gesteinsmaterialien in der Mieminger Kette

Geologisch betrachtet ist die Mieminger Kette recht interessant. So wurden über einen langen Zeitraum hinweg mehrere Gesteinsschichten übereinander gelagert, was zur folge hat, dass die Gebiete des Wettersteins, des Daniels und der Sonnenspitze mehrere Gesteinsmaterialien aufweisen. So besteht die Mieminger Kette überwiegend aus dem Material Kalkstein und Dolomit. Im weiteren Verlauf allerdings befindet sich zusätzlich noch Sandstein, Hornstein oder Tonstein. Zusätzlich hat man auch noch vulkanische Tuffe sowie Rauhwacken ausfindig gemacht.

Die Mieminger Kette ist mit zahlreichen benachbarten Alpen und Gebirgen verbunden. So verbindet der Fernpass diese mit den Lechtaler Alpen. Die Verbindung der Mieminger Kette mit der Ehrwalder Alm trägt noch keinen offiziellen Namen. Der Zusammenschluss mit dem Karwendelgebirge nennt sich Seefelder Sattel.