Lepontinische Alpen

Die Bezeichnung Lepontinische Alpen wird vor allem in Italien und Frankreich benutzt. Das Volk der Lepontier war namens gebend für den Gebirgszug. An die Lepontinische Alpen schließt sich im Osten der Splügenpass und im Westen der Simplonpass an. Im Süden werden die Lepontinische Alpen von den oberitalienischen Seen begrenzt. Historisch gibt es eine grobe Einteilung nach den Hauptverkehrswegen. Die Tessiner Alpen und die Adula-Alpen sind Teile der Lepontinischen Alpen. Der St.-Gotthard-Pass bildet die Grenze. Nach SOIUSA bilden die Monte Leone-Sankt-Gotthard-Alpen die dritte Sektion. Die feinere Unterteilung orientiert sich an geologischen und orthografischen Elementen des Gebietes. 

Hinauf auf den Monte Leone

Der höchste Gipfel der Lepontinische Alpen ist der Monte Leone. Mit 3.553 Metern über dem Meeresspiegel liegt er in der Monte Leone Gruppe. Die Berggruppe befindet sich an der Grenze zwischen Schweiz und Italien. Sie zieht sich vom Schweizer Kanton Wallis bis zur italienischen Region Piemont. Das Gotthardmassiv schließt sich an die Monte Leone Gruppe an. Hier befindet sich ein großer Festungsbau, das Schweizer Reduit, der im Zweiten Weltkrieg als Verteidigungsanlage gegen das Dritte Reich diente. Im Gotthardmassiv liegt auch die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Mittelmeer. Der Wasserscheidepunkt von Adria, Mittelmeer und Nordsee befindet sich hier. Auch einige Quellflüsse entspringen in diesem Gebiet. Der Gneis ist hier die vorherrschende Gesteinsart. 

Die Tourismushochburgen der Lepontinischen Alpen

Im Bereich des Kantons Tessin befinden sich die Tessiner Alpen. Sie sind auch ein Teil der Lepontinische Alpen. Ihr höchster Gipfel ist der Monte Basódino mit 3.272 Metern. 

Im Bereich der Lepontinische Alpen bieten sich viele Gelegenheiten für sportliche Aktivitäten und Erholung. Bergsteiger werden hier einige Dreitausender finden. Einen besonders wundervollen Ausblick bietet das Hübschhorn mit 3.192 Metern. Von hier aus sieht man bis zur Weissmiesgruppe und der Nordwand des Fletschhorns. Einen malerischen Blick bietet eine Wanderung über den Simplonpass. Die Wanderung verläuft über den Stockalperweg bis zur Gondoschlucht. Auch unbekannte Bergregionen laden den Wanderer ein. Für Individualisten gibt es abgeschiedene Bergpfade, auf denen man der Natur nah ist und mit einer sehr urwüchsigen Landschaft belohnt wird. Beim Hüttentrekking kann man in Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte wandern. Neben Bergsteiger und Wanderer finden auch Skibegeisterte in den Lepontinische Alpen viele Gebiete für ein ausgelassenes Schneevergnügen. Zahlreiche Ferienwohnungen, Hotels und Hütten garantieren eine gute Unterkunft.