Karnische Alpen

Die Karnischen Alpen sind ebenfalls ein teil der Südlichen Kalkalpen. Diese befinden sich direkt an der Grenze zwischen Italien mit Belluno, Friaul/Udine und Südtirol sowie Österreich mit Osttirol und Kärnten. Neben den südlichen Karnischen Alpen ist besonders der Karnische Hauptkamm erwähnenswert. 

Der Karnische Hauptkamm selbst ist ein recht stark ausgeprägtes Gebirge mit einer ungefähren Länge von fast 100 km, das sich von Tagliamento über Gail bis nach Drau erstreckt. Gerade für Wanderer ist dies recht attraktiv. Der Karnische Hauptkamm selbst beginnt auf westlicher Seite mit dem beeindruckenden Helm und einer Höhe von 2433 Metern. Hier ist auch ein sehr schönes Skigebiet vorhanden. Im weiteren Verlauf kommt die Pfannspitze mit 2678 Metern, der Große Kinigat mit 2689 Metern und der 2694 Meter hohe Hochweißstein. Der höchste Gipfel allerdings ist der Hohe Warte, der stolze 2780 Meter erreicht. Sie befindet sich direkt im Grenzgebiet der Provinz Udine und Kärnten. 

Der Hohe Warte im Zusammenspiel mit weiteren Gipfeln

Doch die Hohe Warte befindet sich hier nicht allein. Sie bildet zusammen mit den Gipfeln Kellerspitze, Kellerwandturm, Kellerwarte und dem Kollinkofel eine imposante Wand. Die Hohe Warte wurde erst im Jahr 1865 erstmalig bestiegen. Damals wurde die heutige Einfachstrecke von Collina aus gewählt. Hier startet man entweder von der Marinellihütte aus, die sich auf einer Höhe von 2120 Metern befindet und auf der Südseite liegt, oder aber man nimmt den anspruchsvolleren Weg ab der Wolayerseehütte auf 1967 Meter. Hier sind allerdings keine Wege vorgegeben und man muss sich auf sein Können in den Karnischen Alpen verlassen. 

Wichtige Passverbindungen in den Karnischen Alpen

Zwei recht wichtige Gebirgspässe durchkreuzen den Karnischen Hauptkamm, dies wären der Nassfeldpass sowie der Plöckenpass. Doch auch ein großer Gletscher ist hier vorhanden. Es handelt sich bei dem Eiskar sogar um den südlichsten Gletscher, den das Land Österreich zu bieten hat. Dieser befindet sich im Kellerwandmassiv. Die Kalkmassive mit ihren Fossilieneinschlüssen sind sehr interessant für Geologen, die in regelmäßigen Abständen diese Region besuchen.

Die Karnischen Alpen verfügen ebenfalls über zahlreiche Schutzhütten, in die man sich zurückziehen kann. Die Höchste hier ist die Sillianer Hütte auf einer Höhe von 2380 Metern. Auch die Obstansersee Hütte bietet Schutz auf 2304 Metern. Man könnte die Liste beliebig verlängern, verfügt der Karnische Hauptkamm doch über sehr viele Schutzhütten, die mehr oder weniger gut ausgestattet oder bewirtschaftet sind.