Hochschwab Gruppe

Als Hochschwab Gruppe wird eine Gebirgsgruppe in der österreichischen Steiermark bezeichnet. Es umfasst insgesamt eine Fläche von 400 km². Begrenzt wird diese durch den Präbichl im Westen sowie durch den Seebergsattel im Osten. Der höchste Gipfel der Hochschwab Gruppe ist der Hochschwab, der dieser Gruppe auch seinen Namen gegeben hat. Mit seinen 2277 Metern gehört er eher zu den unauffälligen Gipfeln. Was aber besonders auffällt, ist der Aufstieg, denn dieser führt größtenteils über recht ansprechende Kalk-Landschaften, da hier die Flora und Fauna sehr gut erhalten wurde.

Ein hohes Aufkommen in der Tier- und Pflanzenwelt

Was viele nicht wissen, ist, dass die Hochschwab Gruppe das größte Revier für Gemsen beheimatet. Neben Gemsen, Steinböcken und Auerhähnen findet man hier auch zahlreiche kleinere Bewohner wie Schlangen und Echsen, die in den Alpen nicht mehr selbstverständlich sind. Auch die Pflanzenvielfalt ist entsprechend groß. Hier sind auch der Enzian und das bekannte Edelweiß zu finden, das allerdings unter Naturschutz steht. Aufgrund der Artenvielfalt hat sich hier eine kulinarische Bekanntheit in Sachen Wildgerichte durchgesetzt. Zahlreiche Restaurant laden den Bergfreund zu einem traditionellen Gaumenschmaus ein. Neben einfachen Almen, in denen man übernachten kann, ist auch das etwas größere Schiestlhaus, dass dem ein oder anderen Wanderer der Hochschwab Gruppe schon bekannt sein dürfte.

Mittlerweile wurden sehr bekannte Anstiege vorgegeben, die man selbst als Wanderlaie durchaus bewältigen kann. Einige sollen hier kurz vorgestellt werden und einen kleinen Überblick verschaffen. Eine Tour beginnt in Seewiesen und führt durch das Seetal, im weiteren Verlauf durch die untere und obere Dulwitz weiter über den Graf Meran Steig direkt auf den Gipfel. Alternativ kann man auch von Steirischen Seeberg aus starten und weiter über die Aflenzer Staritzen über das Hochplateau hinaufsteigen. In der Nähe befindet sich der bekannte Ort Aflenz Kurort.

Eine Region nicht nur für Bergsteiger und Wanderer

Wer sich schon einmal mit der Hochschwab Gruppe befasst hat, wird festgestellt haben, dass diese Region reich an Sehenswürdigkeiten und auch Schwierigkeitsstufen beim Klettern ist. Sehr bekannt ist die sehr ausgeprägte Hochschwab Südwand, an der alle Schwierigkeitsstufen vorhanden sind und jeden Kletterer vor eine Herausforderung stellen. Mittlerweile gibt es auch ein eigenes Hochschwabmuseum, das dem Besucher zur Verfügung steht. Sehr interessant ist hier im Hochschwabmassiv auch die Frauenmauerhöhle. Diese hat eine Länge von insgesamt 644 Meter und führt direkt, wie der Name schon sagt unter dem Berg Frauenmauer mit 1827 Metern Höhe hindurch. Das Besondere an dieser Höhle sind die zwei Ausgänge, das bedeutet, dass man bequem hindurch wandern kann. Mittlerweile sind bereits 15 km dieser Höhle erforscht und man stellte fest, dass hier ein Höhenunterschied von über 600 Metern besteht. Mit diesen Maßen zählt sie zu den tiefsten Höhlen, die bisher in Österreich bekannt sind.
Die Seen rund um die Hochschwab Gruppe bieten Trinkwasserqualität, so wäre hier der Leopoldsteinersee zu erwähnen oder der bei Tragöß gelegene Grüne See.