Gutensteiner Alpen

Die Gutensteiner Alpen sind den Ostalpen zugehörig und bilden den nordöstlichen teil der bekannten nördlichen Kalkalpen. In diesem Gebiet werden gerade noch so die 1000 Meter überschritten. Die Gutensteiner Alpen werden in nördlicher Richtung durch den Wienerwald und durch das Gölsen bzw. Triestingtal eingegrenzt. Östlich befindet sich bereits das Wiener Becken. Die Rax-Schneeberg-Gruppe wird durch das Sieringsbach abgegrenzt. Der Seebach bildet zu den Türnitzer Alpen eine Grenze. Diese führt entlang der Traisen bzw. der Unrecht-Traisen.

Zahlreiche Flüsse durchqueren die Gutensteiner Alpen

Der höchste Gipfel in den Gutensteiner Alpen ist der Reisalpe mit einer Höhe von 1399 Metern, dicht gefolgt vom Handlesberg der es auch eine Höhe von 1370 Metern bringt. Der nördlichste Berg der Gutensteiner Alpen der die 1000 Meter Marke erreicht ist hier der Sengenebenberg mit einer Höhe von 1104 Metern. Zahlreiche Flüsse durchqueren die Gutensteiner Alpen, dies wären wie bereits genannt die Traisen, die Gölsen die Triesting und die Schwarza, die sich südlich der Gebirgsgruppe befindet. 

Der größte Teil der Gutensteiner Alpen ist aus Kalkstein, hier besonders der Gutensteiner Kalk oder der Gutensteiner Dolomit, der aus dem mittleren bzw. unteren Trias entstanden ist. Dieses Gestein ist relativ grobkörnig, und man kann farbige Schichten erkennen. Wie es für Kalkstein üblich ist, kann man hier auch zahlreiche Höhlen finden. Sehr bekannt sind hier die Einhornhöhle in der Nähe von Dreistätten oder aber die bei Brunn an der Schneebergbahn gelegene Eisensteinhöhle. Beide Höhlen sind sogenannte Schauhöhlen, die man auch besichtigen kann. Sehr bekannt in dieser Region ist der Gutensteiner Dolomit, der auch abgebaut wird. Dieser ist sogar bis in den Bereich des Dachsteingebirges vorgedrungen und auch dort zu finden. 

Meist sind in den Gutensteiner Alpen nur die Täler und die Ränder gut besiedelt. Man kennt die jeweiligen Gemeinden grenzüberschreitend. Dies wären z. B. die Gemeinde Gutenstein oder Pernitz, aber auch Traisen, Berndorf oder Hainfeld. Auch Lilienfeld im Westlichen Bereich der Gutensteiner Alpen ist recht bekannt. Die übrige Region wird überwiegend für die Forstwirtschaft genutzt, da weite Teile des Gebirges reich bewaldet sind. Hier wächst alles, was man an einheimischen Bäumen kennt. Angefangen bei Fichten oder Lärchen, gibt es hier auch große bestände von Buchen oder Föhren. Gerade die Region um Lilienfeld in den Gutensteiner Alpen verfügt über den größten Baumbestand in ganz Österreich.

Naherholung in den Gutensteiner Alpen

Die Gutensteiner Alpen werden überwiegend von Einheimischen genutzt. Auch die Bevölkerung aus der Wiener Neustadt, aus Wien oder St. Pölten nutzen die Nähe zu einem wunderschönen Erholungsgebiet. Sehr beliebt ist hier die Hohe Wand im östlichen Bereich. Hier gibt es zahlreiche Kletterrouten, Wege oder Klettersteige. Die gesamte Region der Gutensteiner Alpen verfügt ebenfalls über einige Berggasthöfe oder Schutzhütten. Sehenswert sind die Steinwandklamm oder die Myrafälle. Für Skifahrer stehen in der Region Lilienfeld der Muckenkogel oder an den Hängen des Unterbergs zahlreiche Abfahrten zur Verfügung.