Granatspitz Gruppe

Wenn man sich die Zentralalpen der Ostalpen genauer unter die Lupe nimmt, dann darf selbstverständlich auch das Granatspitz Gruppe nicht fehlen. Diese Gebirge befindet sich ebenfalls im zentralen Bereich der Hohen Tauern und bildet zusammen mit der Goldberg Gruppe, der Glockner Gruppe, der Ankogel Gruppe oder der Kreuzeck Gruppe eine Untergruppe. Natürlich zählen im weiteren Verlauf auch die Villgratner Berge oder die Venediger Gruppe dazu. 

Die Granatspitz Gruppe auf österreichischem Gebiet

So ist es nicht verwunderlich, dass auch hier, die Grenze zwischen Tirol und Salzburg verläuft. Der höchste Gipfel der Granatspitz Gruppe wird hier mit Große Muntanitz angegeben, der eine Größe von 3.232 Metern erreicht. Allgemein ist das Gebiet mit sehr hohen Gipfeln bestückt. So zählt man derzeit 14 Gipfel, die die magische Grenze der 3.000 Meter überschreiten. Den Namen Granatspitz Gruppe erhielt das Gebirge durch den Berg Granatspitze, die sich mit „nur“ 3.086 Metern ebenfalls in diesem Gebirge befindet. Auch wenn die Granatspitze im Vergleich mit den anderen Gipfeln der Granatspitz Gruppe etwas niedriger ist, ist er dennoch nicht so häufig frequentiert. Das hat einen einfachen Grund. Die Schwierigkeiten im Gebirge sind hier wesentlich höher und kann nur von erfahrenen Bergsteigern absolviert werden. Der Gipfel ist zwar von Weitem recht formschön, aus der Nähe betrachtet ist der Gipfelaufbau aber sehr steil. Das Material hier ist Granitgestein, das ebenfalls etwas Erfahrung beim Bergsteigen erfordert. 

Der große Muntanitz auch für Bergsteiger-Laien

Trotz der Höhe ist es recht einfach den Gipfel des Großen Muntanitz zu erreichen, da die Anstiege ab der Sudetendeutschen Hütte markiert sind. Hat man den Gipfel erst einmal erreicht und das Wetter ist auch entsprechend schön und klar, dann kann man den schönen Ausblick über die Venediger Gruppe sowie zum westlich gelegenen recht bekannten Großglockner genießen. Die Granatspitz Gruppe wird im westlichen Bereich von der bekannten Felbertauern Straße begrenzt. Diese verbindet Mittersill und Lienz und ist das ganze Jahr hinweg für den Verkehr frei gegeben. Den Namen bekam diese durch die Felber Tauern. Dieser Pass entstand bereits in der Römerzeit und verband das Felbertal mit dem Tauerntal. Man kann diesen Weg als Alternative zur Tauern Autobahn oder aber zum Tauerntunnel nutzen. Der Vorteil ist hier, dass keine Vignetten-Pflicht besteht. Doch man muss eine Gebühr entrichten wenn man den Tauerntunnel nutzen möchte, um sich in der Granatspitz Gruppe aufzuhalten.

Obwohl das Gebiet wunderschön ist, liegt es immer im Schatten der berühmten Nachbarn dem Großglockner oder auch dem mittlerweile sehr bekannten Großvenediger. Doch wer es vorzieht, sich dem Massentourismus zu entziehen, der wird die Granatspitz Gruppe recht schnell ins Herz schließen.