Goldberggruppe

Auch die Goldberggruppe gehört im weitesten Sinn zu den Hohen Tauern und befinden sich im eher östlichen Bereich. Ebenfalls zu den Österreichischen Zentralalpen zugehörig, ist es ein weiteres Puzzleteil in den Ostalpen. Geografisch teilt sich die Goldberggruppe auf die beiden österreichischen Bundesländer Kärnten und Salzburg auf. Der Name stammt, wie könnte man anders vermuten natürlich durch die reichen Vorkommen von Mineralen, vor einiger Zeit wurde hier Bergbau betrieben.

Goldvorkommen gab es im Gasteinertal sowie im Raurisertal. Dies führte dazu, dass das gesamte Gebiet im Salzburger Land im Hochmittelalter zu einer sehr reichen Region wurde. Doch der Abbau wurde nach Räuberung der Vorkommen bereits im 19. Jahrhundert wegen Unrentabilität eingestellt. Viele Besucher und Touristen gehen aber weiterhin ihrem Hobby, den Goldwaschen nach und werden mitunter auch fündig. Sehr gut geeignet ist hierfür die Rauris. An die Goldvorkommen erinnern auch noch die bekannten Gipfel wie der 3042 Meter hohe Goldzechkopf oder die Goldbergspitze mit einer Höhe von 3073 Metern. Doch auch Silber wurde hier abgebaut. Dies dokumentiert der 2600 Meter hohe Silberpfennig. Die Goldberggruppe ist auch bekannt für ihre Edelsteinfunde. Besonders Aquamarin und Granat kamen recht häufig vor.

Zu den Hohen Tauern gehören neben der Goldberggruppe zudem noch die Glocknergruppe, die Schiobergruppe, die Granatspitzgruppe und die Venedigergruppe. Einen weiteren Teil nehmen noch die Villgratner Berge und die Riesenfernergruppe ein. Man sieht das die Hohen Tauern einen sehr großen vielfältigen Bereich der Ostalpen einnehmen. Doch selbst die Goldberggruppe lässt sich noch weiter unterteilen. Ein kleiner Überblick soll im Folgenden dargestellt werden.

Die Untergliederung der Goldberggruppe

Es schließt sich zwischen dem Rausiertal und dem Gasteiner Tal die Bernkogel-Türchlwandgruppe an. Diese zieht sich bis in den Bereich der Salzach. Weiter geht es zur Hocharngruppe, die man zwischen dem Seidlwinkeltal und dem Hüttwinkltal findet. Ebenfalls in diesem Gebiet befindet sich die Edelweißspitzengruppe. Diese wird allerdings in einigen Fällen bereits der Ankogelgruppe zugerechnet, wodurch eine klare Abtrennung auch in diesem Fall recht schwierig ist. Der Weg führt weiter zur Gamskarlspitzengruppe zwischen dem Mallnitztal und dem Gasteinertal. Recht hübsch ist auch die Sonnblick-Böseckgruppe zwischen dem Mölltal und dem Hüttwinkltal. Zu guter Letzt fehlt nur noch die Sadniggruppe, die sich im Möllknie befindet.

Eine wunderschöner Fernblick auf dem Hocharn

Natürlich darf auch der höchste Gipfel der Goldberggruppe nicht unerwähnt bleiben. Hierbei handelt es sich um den Hocharn mit einer stolzen Höhe von 3254 Meter. Der Gipfel trennt die österreichischen Bundesländer Salzburg und Kärnten voneinander. Der Name Hocharn hat sich unter den Bergfreunden mittlerweile verfestigt. Es gab eine Zeit, da konnte man sich auf keinen einheitlichen Namen einigen. Daher ist dieser Gipfel der Goldberggruppe auch in einigen Büchern unter Hoher Aar oder auch Hochnarr bekannt. Nicht weit davon entfernt ist der Hohe Sonnenblick, der allerdings mit 3106 Metern etwas niedriger ist. Doch trotz dieser Tatsache ist dieser wesentlich bekannter bzw. beliebter.