Glockner Gruppe

Auch die Glockner Gruppe gehört zu den Österreichischen Zentralalpen ziemlich mittig im Verlauf des Alpenhauptkamms der Hohen Tauern. Durch die Größe verteilt sich die Glockner Gruppe über insgesamt drei Österreichische Bundesländer, diese wären Tirol, Salzburg sowie Kärnten. So stoßen diese Länder genau auf dem Gipfel des Eiskögele auf einer Höhe von 3.436 Metern zusammen. Der Großglockner ist mit einer Gesamthöhe von 3.798 Metern der höchste Gipfel der Glockner Gruppe und gleichzeitig auch der höchste Gipfel in Österreich. Dieser verleiht der Glockner Gruppe auch ihren Namen. Doch auch den größten Gletscher Österreichs, den Pasterze,  kann man in der Glockner Gruppe finden. Die Hauptteile dieser Gruppe sind dem Nationalpark Hohe Tauern zugehörig. 

Neben der Glockner Gruppe gehören noch die Ankogel Gruppe, die Schober Gruppe, die Kreuzeckgruppe sowie die Granatspitz Gruppe zur übergeordneten Gruppe Hohe Tauern. Ebenfalls natürlich auch die Gebiete der Villgratner Berge, die Riesenferner Gruppe sowie die Goldberg Gruppe.

Das Tourismusgebiet der Glockner Gruppe

Die Glockner Gruppe ist touristisch gesehen recht gut erschlossen. So kann man hier die Großglockner-Hochalpenstraße ebenso nutzen, wie den Transferbus zu den zahlreichen Stauseen in der Kapruner Gegend, sowie die Uttendorfer Straße, die zum Enzingerboden führt. Vom Kals am Großglockner führt noch eine Mautstrecke zum bekannten Lucknerhaus. Auf diese Weise hat man vielfältige Möglichkeiten das Glockner Gebiet zu erkunden und zu erklimmen. Auch das Angebot an Hütten, in denen man rasten und übernachten kann ist sehr hoch. 

Doch vor allem der Großglockner zieht Jahr für Jahr sehr viele Bergsteiger fast magisch an. Seine Gipfelspitze besteht aus Grünschieferfazies und der Tourismus ist essenziell für die gesamte Gegend. Seit der erstmaligen Besteigung im Jahr 1800 hat dieser Berg den Alpinismus in der vergangenen Zeit beeinflusst wie kein anderer. So werden jährlich über 5000 Besteigungen allein nur hier gezählt, allein das zeigt schon die Beliebtheit des Gipfels an. Das gesamte Gebiet rund um den Großglockner gilt weltweit als berühmtes österreichisches Wahrzeichen und ist über die Grenzen hinweg bekannt.

Auch der Kleinglockner ist ein Großer

Auch der Kleinglockner muss sich in der Glockner Gruppe nicht verstecken. Er ist mit seinen 3.770 Metern der drittgrößte Gipfel in der österreichischen Nachbarregion. Da er allerdings nur über eine Schartenhöhe von höchstens knapp 17 Metern verfügt, wird immer wieder in frage gestellt, ob man ihn überhaupt als eigenständigen Berg werten kann oder ob er nichts weiter ist, als ein Nebengipfel des Großglockners. Bei näherer Betrachtung in den Aufzeichnungen und in den Literaturhinweisen wird der Kleinglockner lediglich als Vorgipfel des Großglockners geführt. So wurde dieser im gleichen Zug wie der Großglockner im Jahr 1800 bestiegen, weil man zwangsläufig darüber steigen musste, um zum Großglockner-Gipfel zu gelangen. Doch das tut der Einmaligkeit und der Schönheit des eher stiefkindlich behandelten Berges keinen Abbruch. Er bildet in Verbindung mit dem Glocknerkamm genau die natürliche Grenze zwischen Osttirol und Kärnten. Der Kleinglockner verfügt über eine sehr gefährlich Form, die an eine Schneide erinnert. Dies kann bei der Besteigung zu einem recht großen Problem werden, kann diese sogar teilweise unmöglich machen. So kommt es hier ganz besonders auf die Winterungsverhältnisse an, die sich in der Glockner Gruppe ebenso schnell ändern kann wie in jedem anderen Gebirge auch.