Gailtaler Alpen

Die Gailtaler Alpen bilden in den südlich gelegenen österreichischen Bundesländer Osttirol und Kärnten. Der grossteil mit rund 2 Dritteln besteht nur aus einer Berglandschaft und werden als Lienzer Dolomiten bezeichnet. Hier befinden sich überwiegend Kalkwände, die sich vertikal empor heben, die allerdings die Größe der Dolomiten nicht erreichen können. Hervorzuheben wäre hier die Hochstadel Nordwand, die eine Untergruppe der Gailtaler Alpen bildet und gleichzeitig die dritthöchste Nordwand der gesamten Ostalpen stellt. Doch der überwiegende Teil der Gailtaler Alpen ist wenig spektakulär. 

Der Reisskofel für die Herausforderung im großen Stil

Der höchste Gipfel ist hier der Reisskofel mit einer Höhe von 2.371 Metern. Doch auch der Latschur mit 2.236 Metern oder der Torkofel mit einer Gipfelhöhe von 2.275 Metern bieten Bergwanderern die eine oder andere Herausforderung. Die anderen Gipfel erreichen bei Weitem keine 2.000 Meter und verbleiben unterhalb dieser Grenze. So hat man das Gefühl, dass sich alle Gipfel noch unterhalb der Baumgrenze befinden. Das Gebiet der Gailtaler Alpen ist für den Tourismus noch nicht ausreichend erschlossen. Das bedeutet, dass die Skigebiete noch nicht so stark vom Tourismus eingenommen wurden. Ein bekanntes Skigebiet in den Gailtaler Alpen befindet sich bei Goldeck in der Nähe von Spittal, das zur nord-östlichen Gruppe zählt. Auch im Bereich Villach-Süd sind Ski- und Sessellifte zu finden. 

Seelandschaften als Touristenmagnete in den Gailtaler Alpen

In direkter Nähe befinden sich allerdings zwei wunderschöne Seen. Dies wäre zum Einen der Weißensee, der einem Fjord ähnelt, und sich 20 km zwischen der Latschur- und Spitzkegel Gruppe hindurchschlängelt. Beeindruckend ist hier die Tiefe des Sees, die fast 100 Meter misst. Somit zählt dieser zu den tiefsten Seen in den Gailtaler Alpen bzw. der gesamten Ostalpen. Der Weißensee zählt zum Touristenmagneten in den Gailtaler Alpen und befindet sich mittlerweile in einem geschützten Tal. Daher ist dieser Bereich der Gailtaler Alpen schon eher auf Besucher eingestellt und die Gastfreundschaft erfreut die Besucher. Dies gilt vor allem für das Nordwestliche Ufergebiet. Auch ausgedehnte Wanderungen sind hier am Fuße der Gailtaler Alpen sehr gut möglich. Der Weißensee hat eine Besonderheit, da dieser nicht durch eiszeitliche Prozesse entstanden ist, sondern durch Murabgänge einen natürlichen Damm gebildet hat.

Der zweite See ist zum anderen der Presseger See, der sich östlich von Hermagor befindet. Diese ist die wichtigste Stadt der Gailtaler Alpen. Sehr beeindruckend ist die Einbettung in einem großen Moorgebiet. Leider hat der See inzwischen an Größe verloren, da vieles mittlerweile versandet ist.