Ennstaler Alpen

Im Bereich der Steiermark und Oberösterreich liegen die Ennstaler Alpen. Auch diese werden als Teil der nördlichen Kalkalpen angesehen. Der komplette Gebirgszug befindet sich nördlich vom Hengstenpass beginnend und endet am Schoberpass in südwestlicher Richtung. Der Verlauf führt über das Murtal durch Liezen, Windischgarsten, Altenmarkt und Leoben. Die Teilung erfolgt durch das wunderschöne Ennstal, wo sich auch ein Durchbrauchstal gebildet hat, das unter dem Namen Gesäuse bekannt ist. Aufgrund dieser Tatsache haben sich in den Ennstaler Alpen auch drei Untergruppen gebildet, die dem Bergfreund unter Gesäusebergen, Eisenerzer Alpen und Haller Mauern bekannt sein dürften. Auch wenn es hier viele Pässe gibt, ist es mit richtigen Höhen nicht weit her. Die Region an sich ist als recht flach zu bezeichnen. Die bekanntesten Pässe sind hier der Hengstpass, der Pyhrnpass und der Präbichl. Auch der Schoberpass ist mit den Ennstaler Alpen verbunden. Dies sind natürlich nur die größten Pässe, es gibt selbstverständlich auch im weiteren Verlauf zahlreiche Bergstraßen und Wege, die man nutzen kann, um Berghütten zu erreichen.

Das Hochtor als Herausforderung für Kletterer

Der höchste, und gleichzeitig auch beliebteste Gipfel in den Ennstaler Alpen, ist das Hochtor, das eine Höhe von 2369 Metern erreicht. Dieser liegt im südlichen Bereich der Enns. Durch das teilweise recht schwierige Gebirge sind diese Klettertouren eher für erfahrene Bergsteiger geeignet. Ebenfalls vor Herausforderungen stellen einen die benachbarten Gipfel, wie der Ödstein mit 2335 Metern und der berüchtigten 800 Meter hohen Ödsteinkante oder die Planspitze mit 2117 Metern. Das komplette Gebiet der Ennstaler Alpen ist mit Schutzhütten ausgestattet. Die größten Hütten hier sind die Buchsteinhütte, die Ennstalerhütte oder die Heß-Hütte.

Ruhige Region mit Leben in den großen Ortschaften

Wie bereits erwähnt, gibt es auch in den Ennstaler Alpen zwei Abschnitte. Im Norden die Haller Tauern und die Gesäuseberge im Bereich der nördlichen Kalkalpen, während die Eisenerzer Alpen eher der Grauwackenzone zuzurechnen sind. Möchte man also keine Kalksteine für die Klettertouren vorfinden, bevorzugt man die Eisenerzer Alpen, die wie der Name schon sagt, Eisenerzvorkommen beherbergt.

Möchte man die Ennstaler Alpen eingrenzen, dann findet man in direktem Anschluss die Oberösterreichischen Voralpen, die Hochschwab, die Ybbstaler Alpen oder die Lavanttaler Alpen. Im weiteren Verlauf schließen sich noch die Rottenmanner und Wölzer Tauern sowie die Seckauer Tauern an. Auch wenn die Ennstaler Alpen recht weitläufig sind, sind diese nur sehr spärlich besiedelt. Ausnahmen bilden natürlich die Hauptortschaften wie Admont, Großreifling oder Hieflau. Auch in einigen Gebirgstälern herrscht Leben. Hier wären St. Gallen Radmer oder auch Johnsbach zu erwähnen. Ebenso, die in den Grenztälern liegenden Städte, Eisenerz, Liezen oder Leoben.