Dolomiten

Die Dolomiten zeichnen sich besonders durch die recht bizarr anmutenden und halsbrecherischen Bergformationen aus. Gemeint ist hier eine Bergkette im südlichen Gebiet der Kalkalpen, die eine über 200 Millionen Jahre währende Geschichte aufweist. Seit 2009 wurden die Dolomiten auch offiziell zu einem UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Die Bleichen Berge, wie sie auch genannt werden tragen diesen Namen wegen ihres Dolomitgesteins, das bei Sonneneinstrahlung eine leicht rötliche Färbung aufweist. So verbreiten sie eine geheimnisvolle Stimmung auf den Betrachter. 

Die gesamten Dolomiten sind überwiegend als Skigebiet bekannt. Lange Skipisten befinden sich rund um den Punta Rocca auf einer Höhe von 3.270 Metern. Wer neben der Landschaft auch etwas für die Kultur begeistern kann, der sollte sich das dortige Kriegsmuseum mit Funden aus dem 1. Weltkrieg, oder aber den Punta Rocca-Stollen nicht entgehen lassen. Hier befindet sich unter anderem auch die berühmte Heiligen Maria-Statue.

Fünf italienische Provinzen

Durch die Größe, die die Dolomiten einnimmt, verteilt sich diese Gebirgsgruppe über insgesamt fünf italienische Provinzen. Hierzu zählen Trentino, Südtirol, Udine, Belluno und zu guter Letzt noch Pordenone. Der höchste Gipfel in dieser Kette ist die Marmolata mit 3.342 Metern, die erstmalig im Jahr 1802 bezwungen werden konnte. Der Name kommt durch die Felsenähnlichkeit mit einem Marmor. Sie zählt in der Region zu der „Königin der Dolomiten“. Besonders für passionierte Bergsteiger ist diese Gegend recht interessant. Grund hierfür ist der schnelle Wechsel zwischen attraktiven Almen und schweren Felsen. Seit kurzen ist in diesem Gebiet allerdings auch eine Seilbahn zu finden. 

Wer es eher anspruchsvoll mag, für den eignet sich der Dolomiten-Höhenweg Nr. 2. Will man auf die Punta Penia nutzt man den Klettersteig, der vom Contrinhaus aus startet und über die Südseite der Marmolatascharte und den Westgrat führt. Daher ist diese Route auch als Westgrat-Klettersteig bekannt. Diese Route ist deshalb so beliebt weil sie es auch ungeübten und nicht professionellen Bergsteigern ermöglicht, den Gipfel zu erklimmen. Als Alternative eignet sich auch die Bergtour, die am Fuße der südlichen Marmolada-Wand entlang führt. Gestartet wird bei Malga Ciapela und führt über den Passo Ombretta weiter zum Contrinhaus  und endet schließlich in Alba in der Nähe von Canzanei.

Insgesamt befinden sich in den Dolomiten zehn unterschiedliche Höhenwege, u. a. auch die Gebirgsgruppe. Natürlich sollen auch die bekanntesten Bergmassive nicht ungenannt bleiben. Den Insidern werden die Geislergruppe, der Rosengarten, Sella oder das Schlernmassiv bekannt sein. Aber auch die Sextner Dolomiten, die Pragser Dolomiten oder die Latemargruppe haben sich mittlerweile einen Namen gemacht. Die Belluneser Alpen wurden mittlerweile zerschlagen. Auch diese sind teilweise den Dolomiten zugehörig. Den restlichen Teil beanspruchen die Südlichen Karnischen Alpen.

Allein wenn man sich die unterschiedlichen Gruppen betrachtet kann man sich vorstellen, wie groß die gesamten Dolomiten sind. Man wird einige Zeit benötigen, um sich sämtliche Gruppen einmal näher betrachten zu können. Doch die Dolomiten sind immer eine Reise wert, ganz gleich ob man sich für den österreichischen oder italienischen Teil entscheidet.

Die Naturparks der Dolomiten

Viele Naturparks durchziehen die gesamte Region. Im Allgemeinen ist es mit der Abgrenzung der Gebiete etwas schwierig, weil alles in allem ein fließender Übergang ist. Doch es zählen das Grödnertal, das Pustatal oder Alta Badia genauso zu den Dolomiten, wie die Naturparks Schlern, Sextner Dolomiten, Puez-Geisler oder Fanes-Sennes-Prags.