Brenta Gruppe

Die Brenta Gruppe ist ein sehr bizarres Gebirge, geprägt von zerklüfteten Felsgipfeln und einem gewaltigen Gebirgsstock. Gerade deswegen wird diese Gruppe den Dolomiten zugerechnet. Beginnend mit dem Val di Sole in nördlicher Richtung geht es weiter mit der Cima Tosa der sich auf 3170 Meter Höhe erstreckt, auch der Cima Brenta ist mit 3150 Metern nur unwesentlich niedriger. Dieser endet schließlich im Sarcazufluss. Im Westen befindet sich das Campigliotal, der Bereich um Molveno gehört bereits zu den Hochregionen, sodass man gar nicht mehr hoch hinauf wandern muss, um den beeindruckenden Ausblick des Massivs zu genießen. Bereits die Zufahrtswege zu den beliebten Tourismusregionen bieten schon die eine oder andere Aussichtsplattform, um sich ein Bild der Brenta Gruppe machen zu können.

Molveno als Ausgangspunkt für zahlreiche Touren in die Brenta Gruppe

Das Örtchen Molveno selbst ist ein bekannter Luftkurort, auch in den Wintermonaten ist es ein gern gebuchte Ziel für Skisportler. Im Sommer kann man von hier aus spannende Wanderungen auf den markierten Wegen starten oder aber im steilen Felsen klettern. Wer sich diese Strapazen nicht antun will oder es lieber bequemer hat, der kann auch alternativ den Sessellift benutzen, der zur Croz dell´Altissimo auf einer Höhe von 1900 Metern liegt. Eine weitere Seilbahn führt zum 2200 Meter hohen Massodi, der einen Ausblick auf die beeindruckenden Felstürme bietet. Auch Andalo ist für Bergbegeisterte eine Reise wert. Auch hier können einen die Gipfel beeindrucken. Es befindet sich direkt an der Straße nach Mezzolombardo, das als Wintersportgebiet weltweit bekannt ist. Von hier aus führt ebenfalls eine Gondelbahn auf den Aussichtsgipfel der Paganella auf einer Höhe von 2125 Metern. Von hier aus hat man einen ungetrübten Blick auf das weit untenliegende Etschtal.

Nicht nur für den Wintersport, auch für lange Bergtouren empfehlenswert

Auch Madonna di Campiglio ist durch verschiedene Wintersportübertragungen wohl dem einen oder anderen bekannt. Dabei war dieses Örtchen früher einmal ein reines Bergsteigergebiet, von dem aus man die unterschiedlichsten Bergtouren starten konnte. Die Brenta Gruppe selbst ist von hieraus nicht sichtbar. Sie liegt versteckt hinter dem imposanten Monte Spinale, der mit seinen 2093 Metern ebenfalls mit einer Seilbahn zu erreichen ist. Wer in der Brenta Gruppe unterwegs ist der kann die zahlreich angebotenen Hüttentouren in Anspruch nehmen. Allein sollte man sich allerdings nicht auf den Weg begeben, sondern man sollte eine Führung in Anspruch nehmen. Die knapp dreistündige Tour, die entsprechende Kondition vorausgesetzt, wird durch einen wunderschönen Blick vom Maria e Alberto ai Brentai auf 2120 Metern aus auf den Cima Tosa belohnt. Auch Teile der Südhänge des Cima Brenta werden von dort aus gewährt. Das die Brenta Gruppe recht bergreich ist finden sich hier noch weitere wunderschöne Aussichtsgipfel. So hat man noch die Gipfelausleger des Cima Sassora mit 2892 Metern oder den Pietra Grande mit 2936 Metern im Blick. So bietet die Brenta Gruppe nicht nur im Winter eine beeindruckende Kulisse, sondern ist ganzjährig für den Bergfreund erreichbar und auch begehbar.