Ammergauer Alpen

Das Ammergebirge, besser bekannt als Ammergauer Alpen, ist eine weitere Gebirgsgruppe, das Bayern und Tirol umfasst und zu den Nördlichen Kalkgruppen zählt. Das Gebiet der Ammergauer Alpen hat in etwa eine Größe von 30 mal 30 km und findet ihren Ursprung direkt am Rand der Alpen. Mit 2.340 Metern ist der Daniel der höchste Gipfel in diesem Gebiet. Die gesamte Region teilt sich Bayern mit Tirol mit einem Verhältnis von 3 zu 1. Also zählt der Hauptteil der Ammergauer Alpen zu Deutschland. In diesen Bereich sind die bekannten Orte wie Oberammergau, Füssen, Garmischpatenkirchen ansässig und umrahmen das beliebte Gebirge. 

Ein Paradies für Bergsteiger

Da hier die Gebirge nicht allzu hoch sind, ist das Gebiet ideal für Bergwanderer, die über eine durchschnittliche Kondition verfügen. Durch die Großstädte in unmittelbarer Nähe ist es für viele auch nur ein Katzensprung für einen Kurztrip. Die meisten Gipfel sind bequem durch Tagestouren  zu erreichen und diese können zudem von den Talstationen aus gestartet werden. Aufgrund dieser Tatsache, sind in Gipfelnähe auch nur ein paar vereinzelte Vereinshütten der Alpenverein vorhanden. Auch Bergbahnen sind in den Ammergauer Alpen eher rar. Nur im Norden befinden sich zwei Seilbahnen und drei Sessellifte (Laber Bergbahn und Tegelberg oder Hörnle, Buchenberg und Kolbensattel). 

Im Allgemeinen sind die Ammergauer Alpen eher recht wenig besiedelt und zählt zu einem der schönsten naturbelassenen Naturschutzgebiete. Hier verläuft auch die Grenze zwischen den Regierungsbezirken Schwaben und Oberbayern. Da der Tourismus noch nicht so ausgeprägt ist, herrscht hier überwiegend Forst- und Landwirtschaft. Almen und Wiesen sind hier eher nicht zu finden, dazu ist der Waldwuchs zu übermächtig. Für die Bestellung der Felder ist der Untergrund, der aus Flysch und Dolomit besteht eher nicht geeignet. Der Hauptdolomit bildet mitunter auch bekannte Gipfel wie die Kreuzspitze. Es finden sich aber auch unterschiedliche Gesteinsarten wie der Wettersteinkalk oder Sandsteine in den Ammergauer Alpen. 

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten am Rande der Ammergauer Alpen

In direkter Nachbarschaft befindet sich das berühmte Schloss Neuschwanstein oder das Kloster Ettal. Auch zahlreiche Seen umrahmen die Ammergauer Alpen. Auf Tiroler Seite wären hier der Heiterwanger See und der Plansee zu erwähnen. Was hier auffällt ist die Tallage, die gerade in den Alpen recht ungewöhnlich für Seen ist. Die Ammergauer Alpen setzen sich aus mehreren Gruppen zusammen, die alle eine ungefähre Höhe von jeweils 2.000 Metern haben. Der alpinistische Teil ist die Kreuzspitzgruppe mit den Geierköpfen und der Kreuzspitze. Insgesamt verfügen die Ammergauer Alpen über 200 bekannte und auch namentlich erwähnte Gipfel, die alle mehr oder weniger einfach zu erreichen sind. Eingebunden sind die Ammergauer Alpen von den Allgäuer Alpen und den Lechtaler Alpen. Aber auch das Wettersteingebirge und bayerischen Voralpen grenzen an. Hier führen auch zahlreiche Weit- und Fernwanderwege zur Verfügung, die durch die gesamte Region führen und nicht nur den Skifahrern, sondern auch den Wanderern und Bergsteigern Freude bringt.