Adamello Presanella Alpen

Zu einem sehr schönen Gebirge in Norditalien, zählen die den Südalpen zugeordneten Adamello-Presanella-Alpen. Diese werden landschaftlich gesehen aufgeteilt in die Adamello-Gruppe, sowie etwas westlicher in die Prealpi Bresciane. Eingebettet sind die Adamello-Presanella-Alpen von den Ortler Alpen im Norden, sowie westlich durch die Bergamasker Alpen.

Für jeden Bergsteiger ist der Bereich der Adamello-Presanella-Alpen erklimmbar. Er wird vom Norden her betrachtet recht elegant. Auffällig ist die vereiste Wand, die jeden Eiskletterer beeindruckt. Weniger Bekannt sind die Gegenden der Busazza- oder Cercen-Gipfel. Diese zählen zu den zwei weiteren Hauptgipfeln, die die Wasserscheide zwischen dem Tonale-Tal sowie dem Val Genova darstellen. Allgemein die diese Regionen noch recht unbekannt und es gibt wenig Literatur darüber, daher sollte man, wenn man sich einmal unvorbelastet auf den Weg begeben möchte, hier genau richtig und kann seinem Erkundungsdrang freien Lauf lassen. Die gesamte Region der Adamello-Presanella-Alpen bestehen aus Tonalite, das ist eine andere Form des Granits. Besonders die Gipfel, die zum Gebiet Gotthard oder Masino gehören haben es den Bergsteigern angetan.

Ein Hauptkamm mit drei Untergruppen

Grundsätzlich kann man in den Adamello-Presanella-Alpen drei Gruppen voneinander unterscheiden. In Südwestlicher Richtung befindet sich die erste Gruppe, die von Val Genova bis zum großen Hauptkamm Presena-Presanella führt. Dieses Gebiet ist noch recht naturbelassen, die Wege sind teilweise sehr steil und es gibt nur einige ziemlich kleine Täler, die einen enormen Höhenunterschied aufweisen. Hier führt auch die Val de Sole entlang, die Hauptstraße des Kamms. Der Tonale Pass führt in östliche Richtung bis zum großen Costone de Pozzi, ist aber ebenfalls recht abgeschieden und wird recht selten genutzt. So kann es passieren, dass man auf der ganzen Strecke keinem anderen Bergsteiger begegnet. Von der Struktur ist es hier wie auf der Nördlichen Seite nur das sich hier der Höhenunterschied nicht so stark auswirkt. Der höchste Gipfel in den Adamello-Presanella-Alpen ist die gleichnamige Presanella mit einer Höhe von 3.556 Metern und zeigt sich stolz in den Südalpen von der besten Seite.

Die Presanella als Ausgangspunkt für Touren

Das sehr große Tal Vermiglio bildet eine Art Grenze zur Presanella und verbindet Presanella mit dem Cima di Vermiglio. Hier herrschen gut markierte Wege und Gebiete vor und auch recht komfortable Hütten sind hier anzutreffen. Dieses wunderschöne Gebiet wird recht häufig von Bergtouristen gewählt, entweder als klassische Bergsteigerroute oder aber auch für Eisklettertouren. Hierfür sind die Adamello-Presanella-Alpen geradezu prädestiniert.

Im östlichen Bereich ist der Hauptkamm in recht viele kleinere Untergruppen eingeteilt. So besteht die Möglichkeit, sich wenig genutzte einsamen Tälern und belebten Tälern zu wählen. Da nur einige Wege für Wanderungen auch wirklich ausreichend markiert sind, ist hier Vorsicht geboten. Viele Gebiete sind sehr gefährlich und man muss mit den unterschiedlichsten Gefahren rechnen. Doch gerade das macht die Adamello-Presanella-Alpen aus, denn man wird in den Alpen kein weiteres, so anspruchsvolles und in seiner Art unterschiedlicheres Gebiet finden.