Rimpfischhorn

Interessante Form und anspruchsvolle Routen

In den Walliser Alpen finden sich viele der berühmten, aber gleichzeitig auch berüchtigten 4000er der Alpen. Das besondere daran ist, dass jeder Berg seine eigenen Merkmale besitzt und mit keinem anderen vergleichbar ist. So auch das Rimpfischhorn, welches sich in den Walliser Alpen in den Himmel erhebt. Sein spitz zulaufender Gipfel erreicht eine Höhe von 4199 m und bietet einen anspruchsvollen und schwierigen Aufstieg. Die Erstbesteigung wurde allerdings schon im Jahr 1859  durch Melchior Anderegg und seiner Seilschaft gemeistert, was für die damalige Zeit ein großer Erfolg war, da der Aufstieg zum Gipfel durch die vorherrschenden Gletscher sehr kompliziert war und auch in der heutigen Zeit noch sehr schwer ist. Erwähnenswert ist außerdem, dass der deutsche Fotograf Albert Siebenmorgen den Gipfel des Rimpfischorns auch im Alter von 77 Jahren nochmal bestiegen hat, was ihn zum derzeitigen Rekordhalter macht. Der heutige Normalweg beginnt am Berghaus Flue auf 2618 m Höhe und führt über den Rimpfischsattel zum Gipfel des Rimpfischhorns.

Einfacher Normalweg und anspruchsvolle Alternativen

Der Normalweg ist bei vielen Bergsteigern beliebt, da er im Vergleich zu den alternativen Routen wesentlich einfacher ist und auch für Anfänger eine erreichbare Herausforderung darstellt, wobei man den Aufstieg dennoch nicht unterschätzen sollte. Eine alternative Route beginnt auf der wesentlich höheren Britanniahütte auf 3030 m Höhe und führt über den Nordgrat zum Gipfel hinauf. Zwar enthalten beide Routen einige Passagen, in denen im Fels geklettert werden muss, jedoch stellt die alternative Route die anspruchsvollere dar, da man hier auch über eine entsprechende Ausrüstung verfügen muss. Der ideale Ausgangspunkt für die Touren ist der Talort Zermatt, wo sich viele Unterkünfte in jeder Preisklasse finden und auch dem Ski fahren nachgegangen werden kann. Eine Alternative zum mondänen Zermatt stellt die kleine Gemeinde Saas Fee dar, welche ebenfalls in der Nähe des Rimpfischhorns liegt, aber wesentlich weniger Touristen beherbergt. In beiden Orten finden sich außerdem die Angebote verschiedener Bergführer, welche die Touren zum Rimpfischhorn organisieren und leiten. Zusätzlich werden am Rimpfischhorn Touren angeboten, welche speziell auf die Bedürfnisse von Anfängern zugeschnitten sind, sodass der Aufstieg zu einem 4000er auch für unerfahrene Bergsteiger möglich ist. Diese Touren dauern zwar länger, bieten den Anfängern jedoch die Möglichkeit Fragen zu stellen und ihre Grenzen in Erfahrung zu bringen.