Jungfrau

Anspruchsvoller Aufstieg im UNESCO-Weltnaturerbe

Wer schon öfter seinen Urlaub in den Alpen verbracht, dem werden in vielen netten Gesprächen diverse Regionen aufgefallen sein, die bei vielen Urlaubern hoch im Kurs stehen. Eine dieser Regionen sind die Berner Alpen, in denen sich wunderschöne Panoramen und verträumte Dörfer finden lassen. Hier findet sich auch der Berg mit dem ungewöhnlichen Namen Jungfrau, welcher sich bis auf eine Höhe von 4158 m erhebt. Die Jungfrau zählt seit dem Jahr 2001 zum UNESCO-Weltnaturerbe und bildet mit den angrenzenden, markanten Bergen den Naturpark Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch, welcher sich für den Erhalt der wunderbaren Natur und den imposanten Gletschern einsetzt. Auf vielen Bildern erkennt man außerdem die oft erwähnte Baumgrenze, da hier besonders gut deutlich wird, wo diese zu finden ist. Die Erstbesteigung der Jungfrau erfolgte bereits im Jahr 1811 durch eine heimische Seilschaft. Dies stellte einen bahnbrechenden Erfolg dar, da die damalige Ausrüstung in keinster Weise mit der heutigen und auch nur geringfügig mit der Ausrüstung der 1850er Jahre vergleichbar war. Deshalb gilt die Erstbesteigung der Jungfrau als Meilenstein für die Besteigung anderer Berge, welche erst wesentlich später stattfand.

Aufstieg und Natururlaub

Der heutige Normalweg beginnt auf der Mönchsjochhütte auf 3657 m Höhe und führt über den Rottalsattel und den Nordostgrat zum Gipfel. Der Normalweg ist zwar anspruchsvoll, eignet sich aber auch für weniger erfahrene Bergsteiger, was die Jungfrau bei Touristen sehr beliebt macht. Die alternativen Routen, welche über den Nordwestgrat oder  den Nordostgrat führen, sind wesentlich anspruchsvoller, da hier teilweise geklettert werden muss. Der Zeitaufwand ist mit 4-6 Stunden über den Normalweg eher kurz, die längste Route über den Nordwestgrat benötigt jedoch einen Zeitaufwand von bis zu 14 Stunden, sodass hier ein ganzer Tag eingeplant werden sollte. Eine schöne Basis für eine Tour zur Jungfrau und anderen Bergen der Region bieten die umliegenden Touristenzentren, wie z.B. das beliebte Örtchen Grindelwald, welches auch zum Ski fahren und Wandern besucht wird. Außerdem findet man hier einige Zentren, in denen man sich über die verschiedenen Routen informieren und sich mit einigen erfahrenen Bergführern in Verbindung setzen kann.