Finsteraarhorn

Ein wunderschönes Alpen-Panorama

Wer schon mal eine Panorama-Aufnahme aus den Berner Alpen gesehen hat, dem wird sicherlich das Finsteraarhorn aufgefallen sein, denn das Finsteraarhorn ist der höchste Berg der Berner Alpen und ist mit seiner markanten Form nicht zu übersehen und unterscheidet sich deutlich von den benachbarten Bergen. Mit ein wenig Phantasie erkennt man in seiner Form eine Haifischflosse, welche sich elegant gen Himmel streckt. Seine schwarze Farbe ist durch das Amphibolit bedingt, aus dem das Finsteraarhorn hauptsächlich besteht. Durch seine Lage in den Berner Alpen ist das nächste Touristenzentrum etwas weiter entfernt, sodass die meisten Aktivitäten am Berg von den Finsteraarhornhütten auf 3048 m aus starten. Als guter Ausgangspunkt zum ersten Aufstieg eignet sich der kleine Talort Grindelwald, in dem man neben vielen Bergführern auch viele touristische Unterkünfte zu angemessenen Preisen findet.

Vielseitige Aufstiegsmöglichkeiten

Eine andere Route beginnt an der Oberaarjochhütte, welche sich auf 3246 m Höhe befindet. Die Oberaarjochhütte kann man am besten über den nahegelegenen Grimselpass erreichen, welcher auf 1980 m Höhe beginnt. Beim Finsteraarhorn gibt es vier Routen, welche auch regelmäßig genutzt werden. Zwei davon starten an den Finsteraarhornhütten und zwei an den Oberaarjochhütten. Der Zeitaufwand für die Besteigung ist von der Route abhängig, sodass von einem Zeitaufwand von 4 bis 15 Stunden ausgegangen werden kann. Die schnellste Route trägt den Namen Nordwestgrat und dauert in der Regel vier Stunden. Allerdings sollte man beachten, dass bereits die kürzeste Route die Klassifizierung ZS besitzt, was ziemlich schwierig bedeutet. Auch die anderen Routen eignen sich nicht für unerfahrene Bergsteiger, da diese entweder als schwierig ( S) oder als sehr schwierig (SS) klassifiziert sind. Das bedeutet auch, dass man bei Touren zum Gipfel des Finsteraarhorns nicht auf eine hochwertige Ausrüstung verzichten sollte, denn durch die geografische Lage sind Wetterveränderungen und starke Temperaturunterschiede nicht ausgeschlossen. Die südliche Ostwandrippe, welche als die schwierigste Tour gilt, ist außerdem nur für erfahrene Kletterer geeignet, da hier viel Konzentration und Kraft benötigt wird. In den jeweiligen Talorten und auch auf den Hütten finden sich viele Bergführer, welche eigene Touren durchführen und durch ihre Erfahrung für ein hohes Maß an Sicherheit sorgen. Selbstverständlich findet man in den entsprechenden Orten auch viele Informationen und Ankündigungen, welche vor einem Aufstieg unbedingt genutzt werden sollten.