Dent d'Herens

Der vergessene Stern

Viele Berge in den Alpen erfreuen sich bei Touristen und Bergsteigern größter Beliebtheit, denn neben ihren interessanten Routen zu den Gipfeln bieten sie auch ein unvergessliches Panorama. Doch einige Berge sind trotz ihrer interessanten Form und ihrer anspruchsvollen Routen in Vergessenheit geraten, ein Beispiel dafür ist der Dent d'Herens, welcher direkt westlich vom Matterhorn liegt und mit einer Gipfelhöhe von 4171 m auch zu den 4000ern zählt. Auf Grund seiner Nähe zum Matterhorn ist das Interesse an Touren zum Gipfel des Dent d'Herens eher gering, dies bietet interessierten Bergsteigern jedoch die Möglichkeit, einen Aufstieg fernab von stark frequentierten Routen zu wagen. Die Erstbesteigung des Dent d'Herens erfolgte bereits im Jahr 1862 durch eine internationale Seilschaft und leitete in der Region Zermatt die Zeit des Bergsteigens ein. Auch wenn der Dent d'Herens eher gering frequentiert ist, finden sich im Gebiet um den Berg und vor allem im Touristenzentrum Zermatt viele Angebote zur Besteigung des Gipfels.

Schwieriger aber angenehm ruhiger Aufstieg

Die verschiedenen Routen, welche zum Gipfel des Dent d'Herens führen sind außerdem sehr anspruchsvoll, sodass er mit vielen anderen, bekannteren Bergen durchaus konkurrieren kann. Allerdings sollte gerade auf Grund des Umstandes, dass es sich um ein wenig besuchten Gipfel handelt, nicht auf einen erfahrenen Bergführer verzichtet werden, da ein Unfall im Ernstfall erst spät entdeckt werden würde. Da der Berg im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Italien liegt, gibt es zwei Normalwege, welche jeweils in den beiden Staaten starten. Der Normalweg der Schweiz beginnt auf der Schönbielhütte auf 2694 m Höhe und führt über den Westgrat. Sie enthält einige schwierige Passagen, in denen im Fels geklettert werden muss. Der italienische Normalweg beginnt in Refugio Aosta auf 2781 m Höhe und führt über die Westflanke und den Westgrat hoch zum Gipfel. Da sowohl die beiden Normalwege, als auch die alternativen Routen ein hohes Maß an Erfahrung erfordern, sollte außerdem auf eine dementsprechend hochwertige Ausrüstung geachtet werden. Kompetente Hilfe zu Fragen zum Berg oder einem geführten Aufstieg erhält man in Zermatt, dem nahe gelegenen Touristenzentrum, in dem auch ein Urlaub verbracht werden kann.