Barre des Ecrins

Der einzigartige Charme der Dauphiné-Alpen

Wer schon mal die französischen Dauphiné-Alpen besucht hat, dem wird auch der Barre des Ecrins ein Begriff sein, denn der Barre des Ecrins ist mit seinen 4102 m Höhe der höchste Berg in dieser Region und zugleich der südlichste und westlichste 4000er der Alpen. Der Berg ist auch der Namensgeber für den 1973 geschaffenen Ecrins-Nationalpark, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat die unberührte Natur der Dauphiné-Alpen zu schützen. Eindrucksvoll ist auch der imposante Gletscher, welcher auf dem Barre des Ecrins zu finden ist und noch weitestgehend unberührt ist. Doch der Umstand, dass sich der Barre des Ecrins in Mitten einer großen Gletscherformation befindet, wirkt sich auch auf seine Attraktivität als Touristenziel aus, denn die Besteigung zum Gipfel gilt als sehr schwierig und durch das eisige Umfeld als unberechenbar. Außerdem finden sich auf dem Barre des Ecrins drei verschiedene Gipfelpunkte, welche alle über 4000 m hoch sind. Der wirkliche Gipfel auf 4102 m Höhe wird oft Wintergipfel genannt, da man einen schmalen Grat überschreiten muss, welcher nur im Winter einigermaßen sicher ist. So führen viele Touren auch zu den Nebengipfeln, welche im Vergleich zum Hauptgipfel wesentlich einfacher zu erreichen sind.

Das Wetter bestimmt mit

Die Erstbesteigung fand im Sommer 1864 statt, während die erste Winterbesteigung erst im Jahr 1926 vollbracht wurde. Der Normalweg zum Gipfel startet in dem kleinen französischen Ort Ailefroide und ist durch seine vielen Stationen lang und beschwerlich, aber für erfahrene Bergsteiger eine interessante Herausforderung, die seines Gleichen sucht. Die weiteren Stationen auf dem Weg  zum Gipfel führen an anderen Bergen der Dauphiné-Alpen vorbei und werden maßgeblich durch die massiven Gletscher beeinflusst, welche einen direkten Aufstieg unmöglich machen. Hat man die  ersten beschwerlichen Passagen gemeistert, geht es weiter auf neue Anhöhen, von denen man über einen schmalen Grat zum eigentlichen Gipfel gelangt. Der Abstieg vom Gipfel des Barre des Ecrins erfolgt oftmals nicht über den Hinweg, da ein Abstieg in Richtung La Bérade wesentlich einfacher ist. In den jeweiligen Orten, die während einer Besteigung besucht werden finden sich viele Einrichtungen für Bergsteiger und Kletterer, sodass eine frühe Anreise lohnenswert erscheint. Außerdem geben die ortskundigen Bergführer gerne wichtige Informationen und Sicherheitshinweise weiter.