Aletschhorn

Der kälteste Berg der Alpen

Über die Alpen gibt es seit Jahrhunderten viele Geschichten, welche sich mit mittelalterlichen Mythen, aber auch mit neuen klimatischen Kuriositäten beschäftigen. So wurde durch die moderne Wissenschaft herausgefunden, dass es auch in den Alpen viele klimatische Unterschiede gibt, welche besonders kalte und warme Regionen hervorbringen. Als kältester Berg der Alpen gilt das Aletschhorn, welches in den Berner Alpen eine Höhe von 4193 m erreicht und an einen massiven Gletscher angeschlossen ist. Das Aletschhorn und die Region um das Massiv ist als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt, sodass man hier neben interessanten Aufstiegen auch viele Höhepunkte der Natur erleben kann, welche man vielerorts nicht mehr vorfindet. Die Erstbesteigung erfolgte im Juni 1859 und wurde von drei erfolgreichen Bergführern bewältigt.

Anspruchsvoller Anstieg für die ganze Familie

Der heutige Normalweg zum Gipfel gilt als wenig schwierig und hat eine WS+ Klassifizierung innerhalb der offiziellen Bewertungsskala. Der Weg führt über den Nordostgrat hinauf zum Gipfel und beginnt in dem kleinen Talort Fiesch auf 1049 m Höhe und führt als Zwischenstation an der Mittelaletschbiwak auf 3013 m Höhe vorbei, wo man außerdem gut rasten kann. Da ein Aufstieg aber auch über andere Routen durchgeführt werden kann, findet man neben dem Normalweg viele verschiedene Routen, welche sich auch in ihrem Schwierigkeitsgrad unterscheiden, sodass für jeden Bergsteiger eine passende Herausforderung vorhanden ist. Der schwierigste Aufstieg, welcher die Klassifizierung S besitzt und somit auch als schwierig gilt, ist der Aufstieg über die Nordwand, welcher im Vergleich zum Normalweg ein wesentlich höheres Maß an Erfahrung erfordert. Hier sind außerdem Passagen vorhanden, bei denen im Fels geklettert werden muss, sodass darauf geachtet werden muss, dass eine vernünftige Ausrüstung mitgeführt wird. Aufgrund der vielen verschiedenen Routen und der damit verbundenen Beliebtheit bei Touristen und Bergsteigern finden sich in den umliegenden Talorten viele Unterkünfte, welche günstig und komfortabel sind. Von dort aus lässt sich außerdem der Kontakt zu einem erfahrenen Bergführer herstellen, welcher die diversen Touren zum Gipfel des Aletschhorns durchführt. Während des Aufstiegs wird auch von den Bergführern darauf Acht gegeben, dass die umliegende Natur, welche man passiert nicht beschädigt wird, denn der Status als UNESCO-Weltkulturerbe ist auch mit finanziellen Vorteilen verbunden, welche für den Erhalt der Flora und Fauna genutzt wird. Deshalb sollte bei einem Aufstieg zum Aletschhorn verstärkt darauf geachtet werden, dass ein respektvoller Umgang mit der Natur gewahrt wird, was in vielen anderen Gebieten leider nicht der Fall ist.