Weissmies (4017m) Überschreitung

Am 8.8. 2010 war es soweit - der erste 4000er stand an. Die Weissmies sollte, bei zuerst schönem Wetter, das Ziel sein. Um 7:10 ging es am Campingplatz in Saas Grund los zur Hoh Saas Seilbahn, wo die erste Bahn um 7:30 fährt. Mit der Seilbahn ging es dann bis zur Hoh Saas Bergstation, die auf 3200 Meter liegt. Umgestiegen wurde am Kreuzboden, wo wir am Vortrag bereits waren.

Also wir oben ankamen waren wir dann doch leicht gespannt was uns im Gletscher erwartet. Ich für meinen Teil bin davor noch nie mit Steigeisen im Gletscher gegangen. Auch am Seil zu gehen war für mich eine Premiere. Vor dem Gletscher haben wir dann den Klettergurt angelegt und den Pickel rausgeholt. Nach einigen Höhenmetern waren dann auch die Steigeisen nötig und wir nutzen die Gelegenheit um auch gleich das Seil noch anzulegen. Um das Seil am Klettergurt festzubinden wurde, ähnlich wie beim Klettern, ein Achter Knoten verwendet.

Die ersten Schritte auf Eis und vor allem mit Steigeisen waren anfangs ungewohnt. Man gewöhnt sich allerdings schneller als gedacht an die Steigeisen und auch das Seil gehen ist zu dritt recht angenehm. Beeindruckend sind bei den ersten Schritten auf dem Gletscher vokalem die Spalten und Formen des Gletschers. Da wir nicht von der Weissmieshütte losgegangen sind, sondern mit der Bahn hochgefahren waren, waren wir eine der hinteren Seilschaften. Als wir nach oben gingen, kamen uns bereits die ersten Seilschaften schon wieder entgegen nach unten. Durch den relativ kurzen Aufstieg kamen wir allerdings zu keiner Zeit in Zeitnöte.

Beim Einstieg in den Gletscher war das Wetter noch mehr als perfekt - leider wurde dieses aber während dem Aufstieg immer wolkiger. Als wir den berühmten Weissmies Blick genoßen, war bereits absehbar, dass wir wohl auf dem Gipfel keine perfekte Sicht haben werden. Vom Weissmies Blick ist es nicht mehr weit zum Gipfel. Auf dem Weg dorthin habe ich auch etwas erstaunt festgestellt, dass manche nicht mal auf einem 4000er ohne Musik auskommen - beim überholen einer Italienischen Seilschaft haben wir festgestellt, dass bei einem Mitglied der Seilschaft Musik aus dem Rucksack kam.

Die letzten Meter vor dem Gipfel merkte man dann auch, dass die Luft dünner wurde. Sonderlich steil waren die letzten Meter nicht, allerdings war es trotzdem sehr anstrengend.

Oben angekommen wurde dann erstmal einen Energieriegel gegessen und ein paar Fotos gemacht. Sehr gemütlich war es allerdings nicht auf dem Gipfel - erstens stehen dort noch 20 andere Leute und noch dazu hat der Wind sein übriges dazu getan. Nach kurzer Pause ging es also weiter - allerdings nicht zurück über den Gipfel sondern über den Weissmies Grat nach Saas Allmagel. 

Der Weissmies Grat war frei von Schnee. Allerdings ist der Grat nicht einfach zu gehen, da man große Teile des Grates rückwärts abklettern muss.

Der Grat war sehr schön zu gehen, wenn auch extrem anstrengend. Als wir auf dem Sattel angekommen waren, wurde das Wetter wieder schlagartig besser und wir hatten beim letzten Stück des Abstiegs wieder super Wetter. Der Abstieg geht nach dem Grat über 2 Hütten und endet schließlich in Saas Allmagel. 

Alphubel
Weissmies Gletscher Einstieg
Weissmies Gletscher
Weissmies Gletscherspalte
Weissmies Gletscherspalte
Weissmies Weg
Weissmies Spalte
Weissmies Aufstieg in der Sonne
Weissmies Gletscher Aufstieg
Weissmies Überschreitung
Weissmies Überschreitung
Weissmies Gipfel Grat im Nebel
Weissmies Überschreitung Abstieg
Weissmies Abstieg
Weissmies Grat
Weiter unten
Dri Hornli