Wandern am Tegernsee (Neureuther Hütte)
Am Samstag sind wir um 7:30 Richtung Tegernsee aufgebrochen und damit wohl gerade so vor der großen Ferienreisewelle. Nach gut 1,5 Stunden Fahrt sind wir dann am Tegernsee angekommen, natürlich aber ohne den Hauch einer Ahnung wo wir losgehen müssen. Also mussten wir das erst noch kurz herausfinden und dann konnte es auch schon losgehen.
Der eigentliche Plan war diese Rundwanderung zu gehen, welcher allerdings schon nach kurzer Zeit von Waldarbeitern durchkreutzt wurde. Leider ist der Leeberger Höhenweg noch bis zum 18.4.2010 gesperrt, aufgrund von Waldarbeiten. Da wir natürlich keine Ersatzroute geplant hatten, fing jetzt erstmal das großes Rätselraten an. Wir sind dann auf einem Waldweg erstmal wieder Richtung Tegernsee gegangen. Kurze Zeit später ging von diesem Waldweg ein kleiner Pfad weg, der nach oben führte. Wir dachten uns, dass wir auf diesem Wege vielleicht noch unsere Ziele erreichen konnten und sind so dem Pfad gefolgt - leider mussten wir aber bald feststellen, dass dieser Pfad genau zu den Waldarbeitern führte. Ab hier hatten wir also nur noch eine Richtung in die wir wollten, aber keinen Weg mehr. Das erklärt auch den leicht verwirrten GPS Track.
Wir sind dann auf matschigen Wegen in das Tal abgestiegen um von dort aus wieder hochzusteigen und auf unsere eigentliche Route zurückzukommen. Das absteigen hat auch ganz gut geklappt, allerdings waren wir aufgrund der Weg Verhältnisse natürlich sehr langsam. Unten angekommen haben wir dann auch den eigentlichen Weg wieder gefunden und sind diesem dann erstmal gefolgt.
Kurze Zeit später bekamen wir aber wieder ähnliche Probleme, da der eigentliche Weg den Winter wohl nicht ganz unbeschadet bestanden hat. Auch wenn wir teilweise nicht so ganz wussten, wie wir weiterkommen, so war das trotzdem der lustige Teil der Wanderung. Der Weg führte eigentlich an einem kleinen Bach entlang, der aber durch das warme Wetter der letzten Tage extrem viel Wasser hatte. Hier war absolute Konzentration gefragt, da viele Tritte auf wackeligen Steinen nur begrenzt fest waren und wir oft den Bach queren mussten. Durch das Wege suchen und die enormen Eindrücke kamen wir auch hier nicht wirklich schnell voran, haben dafür aber sehr viele schöne Bilder mitnehmen können.
Vom ursprünglichen Weg am Bach sollte irgendwann ein Weg nach rechts wegführen, den wir aber leider nicht gefunden haben. Daher haben wir uns einfach an den Bach gehalten und sind nach einiger Zeit wieder auf den eigentlichen Weg zurückgestoßen. Allerdings haben wir hier gleich den nächsten Fehler gemacht: Statt den (nicht auffindbaren) Weg nach rechts zu gehen sind wir dann eben der Straße nach Links gefolgt. Durch diese Fehlentscheidung standen wir nach einer halben Stunde wieder im Wald auf einem falschen Weg.
Zum Glück haben wir dann allerdings eine Verbindung zwischen unserem Weg und dem richtigen Weg entdeckt. Dadurch sind wir zwar leider nicht an der Gindelalm vorbeigekommen, haben dann aber doch noch zur Neureuther Hütte gefunden. Über einen Grat ging es dann wieder deutlich zügiger voran, trotz einiger Bäume die uns den Weg versperrten.
Am Ende des Grats wartete dann eine Schneefläche auf uns, die einen wahnsinnigen Ausblick bot. Als wir den Ausblick dann ausgekostet haben und einige Bilder gemacht haben, haben wir uns durch das Schneefeld gekämpft. Der Schnee war durch das warme Wetter sehr aufgeweicht und wir sind bei fast jedem Schritt 40 cm oder mehr eingebrochen. Das Stück hatten wir aber zum Glück nach gut 200 Metern hinter uns.
Ab hier ging es nur noch gerade aus zur Neureuther Hütte, wo wir (knapp?) den Rainer mit seiner Wandergruppe verfehlten. Eigentlich wollten wir uns hier mit der Gruppe treffen, haben allerdings durch die vielen Umwege und Irrwege unseren Zeitplan überhaupt nicht einhalten können.
Auf der Hütte haben wir dann noch die Aussicht auf den Tegernsee genossen und eine Brotzeit zu uns genommen. Anschließend haben wir die direkte Route nach unten genommen und waren nach guten 30 Minuten wieder beim Tegernsee. Hier musste wir erstmal das Auto wiederfinden, was aber durch das GPS Gerät deutlich erleichtert wurde.
Die Wanderung so wie wir sie geplant haben, wäre noch ein bisschen länger gewesen. Schön und anspruchsvoll war unsere Wanderung aber durchaus. Man hat fast den ganzen Tag einen traumhaften Ausblick auf den Tegernsee vor einem tollen Alpenpanorama. Auch die Anfahrt aus München ist kein Problem - hier bietet sich besonders auch die BOB an, die stündlich von München in Richtung Tegernsee fährt.
Daten
- Länge : 16.7km
- Höhenmeter Aufstieg : 988m
- Höhenmeter Abstieg : -1000m

Kommentare
wirklich schade, dass wir uns
wirklich schade, dass wir uns verpasst haben, aber die nächste gemeinsame Tour kommt bestimmt.
Viele Grüße,
Rainer