Schwierigkeitsskalen beim Klettern

Befasst man sich umfassend mit den Schwierigkeitsskalen beim Klettern, wird man schnell feststellen, dass die Einteilung nicht sehr leicht ist, denn schließlich empfindet jeder Kletterer die Schwierigkeiten unterschiedlich. Außerdem ist die Unterscheidung von Bergsteigen und Klettern nicht sehr einfach, gehen die Unterschiede doch fließend ineinander über.

Doch um doch eine gewisse Einteilung vornehmen zu können, hat man die Union Internationale des Associations d'Alpinisme (die UIAA-Skala) entwickelt. Auf dieser Skala wurden die Schwierigkeitsstufen eingeteilt und zugeordnet. Derzeit sind die Schwierigkeitsskalen beim Klettern nach oben hin offen und nicht beschränkt. Sie wird auch regelmäßig erweitert und richtet sich im Allgemeinen immer auf den höchsten Schwierigkeitsgrad, der frei geklettert werden konnte. Wichtig ist allerdings, dass diese Schwierigkeitsgrade nichts mit den Schwierigkeitsgraden in der Kletterhalle zu tun haben. Hierfür gibt es wiederum eine extra Skala.

Die unterschiedlichen Schwierigkeitsskalen beim Klettern im Einzelnen:

Grad I

Hier spricht man von einer eher geringen Schwierigkeitsstufe. Es bezeichnet die eher einfache Form des Klettersports. Allerdings wäre auch hier bereits schon eine gewisse Schwindelfreiheit oder keine Angst vor Höhe empfehlenswert. Auch wenn die Hände unterstützend eingesetzt werden, empfiehlt sich dennoch eine Ansicherung mit Seilen.

Grad II

Der Grad II bereitet einem Kletterer nur geringe Schwierigkeiten. Hierbei wird bereits mit der sogenannten Drei-Punkt-Halterung geklettert.

Grad III

Hier muss der Kletterer mit mäßigen Schwierigkeiten rechnen. Der Anspruch nimmt aber leicht zu. Gerade an senkrechten Stellen ist eine enorme Kraftanstrengung Bedingung. Es werden für das Klettern bereits Zwischensicherungen benötigt. Wer schon einige Erfahrung beim Klettern mitbringt, wird diese Passagen auch noch ohne Sicherung überwinden können. Allerdings sollte man sich nicht überschätzen.

Grad IV

Hier beginnt bereits ein höherer Schwierigkeitsgrad, denn hier kann man bereits von sehr anspruchsvollem Klettern sprechen, denn hierbei sind bereits umfassende Klettererfahrungen notwendig. Auch das Wissen und die reibungslose Anwendung der Technik sollten bereits vorhanden sein. Diese Routen führen bereits in die Hochalpen. Unternehmungen dieser Größenordnung sind laut den Schwierigkeitsskalen beim Klettern, ohne ausreichende Vorbereitung nicht zu schaffen.

Grad V

Beim Grad V spricht man bereits von einem sehr hohen Schwierigkeitsgrad. Dies ist derzeit die vorletzte Stufe bei den Schwierigkeitsskalen beim Klettern. Hier werden recht viele Zwischensicherungen eingesetzt und auch benötigt. Langjährige Erfahrung beim Klettern, auch im alpinen Klettern, ist hier unabdingbar.

Grad VI

Dies ist die derzeit höchste Stufe bei den Schwierigkeitsskalen beim Klettern. Hier spielen die Kondition und ein überdurchschnittlicher Trainingswillen im Vordergrund. Auch hier ist eine umfassende und sorgfältige Vorbereitung das A und O.

Klettertouren dieser Art sind nur bei bester Verfassung und bei sehr guten Bedingungen durchführbar.
Trotz Einteilung kommt es trotzdem auf die persönliche Verfassung und auch die Einschätzung an. Meist merkt man erst auf der Tour, dass diese nicht absolviert werden kann, weil irgendwelche unvorhergesehene Bedingungen eingetroffen sind. Aber die Schwierigkeitsskalen beim Klettern geben einen ersten Hinweis und man kann sich darauf einstellen, was einen hier möglicherweise erwartet.

Auf diese Weise kann man die Gefahr und die Herausforderung von vornherein besser abschätzen. Hier sind die Schwierigkeitsskalen beim Klettern durchaus sehr nützlich und hilfreich.