Knoten

Wer sich mit Klettern beschäftigt, wird auch irgendwann mit den Knoten in Berührung kommen. Man kann sie sich selbst zu Hause beibringen oder aber sie sich von einem Fachmann erklären lassen. Das ist natürlich sinnvoller, weil dieser bei Fehlern gleich eingreifen oder auch Hilfestellung bieten kann. So ist man auf der sicheren Seite und es können sich auch keine Fehler einschleichen, schließlich sind die richtige Handhabung und Technik sehr wichtig.

Doch nicht nur das selber knüpfen ist wichtig, man sollte auch in der Lage sein die Richtigkeit eines Knotens beurteilen zu können. Dies ist besonders bei der Partnerabsicherung unerlässlich. Wenn man einen Knoten knüpft, sollte man dies auch konzentriert machen und sich nicht durch irgendetwas ablenken lassen, sonst passieren Fehler, die schwerwiegende Folgen haben können. Daher lieber auf Nummer sicher gehen und noch mal überprüfen, ob man den Knoten auch beendet hat.

Es gibt sehr viele verschiedene Knoten, die alle eine mehr oder weniger wichtige Aufgabe beim Klettern übernehmen müssen. Viele unterscheiden sich meist erheblich voneinander und sollen hier im Einzelnen einmal vorgestellt werden.

Die 6 wichtigsten Knoten beim Klettern

Grundsätzlich sollte der Kletterer 6 der wichtigsten Knoten beherrschen. Diese sind vor allem wichtig für das Abseilen, zur Selbstsicherung, als Sicherungsknoten oder auch als Verbindung und Klemmknoten zwischen zwei Seilen.
Der Sackstich oder Führerknoten wird hauptsächlich für feste Schlaufen benötigt. Leider hat dieser Knoten den Nachteil, dass er sich nur recht schwer wieder lösen lässt, daher wird beim Klettern und Bergsteigen lieber auf den Achterknoten zurückgegriffen.

Der Achterknoten geht auch bei großer Belastung relativ schnell wieder auf. Er eignet sich hervorragend als Stopperknoten. Benutzt man ihn in gesteckter Form, dann kann man ihn beim Abseilen einsetzen.

Der Mastwurf ist einer der wichtigsten Knoten, den man unbedingt beherrschen sollte. Man kann den Knoten auch unter Spannung sehr gut verschieben ohne das man ihn lockern oder öffnen muss. Er hält auch sehr viel Zugbelastung aus. Daher wird er auch bei der Selbstsicherung eingesetzt.

Der Halbmastwurf ist unter zwei Namen bekannt geworden. Neben Halbmastwurf wird dieser auch noch Gleitringknoten genannt. Mit diesem Knoten ist es möglich, den Kletterfreund zu sichern. Dies bezeichnet man als Halbmastwurf Sicherung (HMS). Die Bremswirkung ist hier hervorragend. Das eine Seil wird komplett blockiert. Doch er kann relativ leicht gelockert werden, sodass das zweite Seil geschmeidig durch den eingesetzten Karabiner gleiten kann.

Den Ankerstich hingegen benutzt man, wenn man eine geschlossene Schlaufe an einem geschlossenen Ring befestigen möchte. Dieser Knoten bereitet im Allgemeinen keine Schwierigkeit bei der Erstellung und kann auch leicht wieder gelöst werden. Er ist, ähnlich wie der Mastwurf ein selbstblockierender Knoten, der zur Fixierung dient.
Bei einem Prusik handelt es sich um einen Klemmknoten. Das bedeutet, dass sich dieser Knoten bei einer Belastung festzieht, während er in lockerem Zustand auch verschoben werden kann. So kann er optimal für die Selbstsicherung beim Abseilen eingesetzt werden.

Übung macht den Meister

All diese Knoten lassen sich mit ein bisschen Übung recht leicht erlernen. Man sollte, wie gesagt das Knüpfen ernst nehmen, da dies in schwierigen Situationen sehr wichtig sein kann. Natürlich müssen hierfür auch Seile verwendet werden, die für den Klettersport oder das Bergsteigen konzipiert wurden.