Kletterrucksäcke

Wer häufiger größere Touren unternimmt, der wird früher oder später auch einen entsprechenden Kletterrucksack benötigen. Kletterrucksäcke sehen von der Form aus wie Hochtouren Rucksäcke, haben aber im Allgemeinen eine schlankere Form. Das hat den Vorteil, das man beim Klettern dadurch eine bessere Bewegungsfreiheit erreichen kann.

Passen die entsprechenden Kletterrucksäcke nicht, sind sie meist sehr sperrig und man kann, gerade mit dem Oberkörper, nicht richtig agieren. Doch man kann nur richtig klettern, wenn einen der Rucksack nicht im Weg ist und stört. Auch an die weiblichen Kletterer wurde gedacht. Speziell für Frauen gibt es Kletterrucksäcke, die den weiblichen Formen und der entsprechenden Anatomie angepasst wurden.

Der Kletterrucksack und seine Einsatzgebiete

Kletterrucksäcke werden in vielen verschiedenen Ausführungen angeboten. Die großen Kletterrucksäcke werden überwiegend für das Hochgebirge verwendet. Ansonsten ist der Aufbau ungefähr gleich. Es ist in erster Linie auf das Tragesystem zu achten. Die Gurte müssen sich dem Körper entsprechend gut fixieren lassen. So kann man besser klettern oder sich auch talabwärts mit Skiern oder Gleitern fortbewegen. Auch ein Hüftgurt sorgt für einen guten Halt und Gewichtsverteilung.

Ein Kletterrucksack ist streng genommen ein multifunktionaler Rucksack. Kletterrucksäcke sind für ihren Einsatz dann perfekt, wenn er viel kleine zusätzliche Funktionen hat, die man vielleicht benötigt. So ist es z. B. ein extra Wäschefach, in dem man seine gebrauchte oder auch nasse Kleidung verstauen kann. Auch Schnallen und Haken, an denen man Gerätschaften wie Stöcke, Eispickel oder dergleichen fixieren kann, sind sehr hilfreich. Neben den Schnallen bietet ein Kletterrucksack auch viele Schlaufen, an denen man mit Karabinerhaken was fixieren kann. Neben den kleinen Fächern ist eine große Öffnung für das Hauptfach extrem wichtig. So muss man im Inneren nicht lang suchen, sondern hat das Gewünschte gleich zur Hand.

Das Material für Kletterrucksäcke sollte stabil, robust, abriebfest und wasserabweisend sein. Recht schnell ist es einmal passiert, dass es zu regnen oder zu schneien beginnt oder man sich aber an einem scharfen Felsen oder Gestrüpp verheddert. Hier darf der Kletterrucksack nicht so schnell einreißen und kaputt gehen. Dies gilt nicht nur für die Nähte, sondern auch für die Schnallen oder Reißverschlüsse. Nur so kann man von einer langen Lebensdauer und Qualität ausgehen.Bei längeren Touren sollte man ebenfalls noch einen Schlafsack befestigen können.

Als besonders effektiv hat sich ein Belüftungssystem für den Rücken erwiesen. So kann das Schwitzen minimiert werden. Meist wird hierfür ein luftdurchlässiger, mit Stoff bespannter Metallrahmen oder ein Netzteil verwendet. Zusätzlich angebrachte Seitentaschen erhöhen das Volumen der Kletterrucksäcke und bieten weiteren Stauraum.

Das Volumen ist entscheidend

Die Kletterrucksäcke unterscheiden sich vorallem durch die Angabe des Volumens. Dies ist ein erster Hinweis für die Einsatzart und Zweck. Kletterrucksäcke bis 20 Liter Volumen sind optimal für Tagestouren. Hier können bequem 2 bis 3 Getränkeflaschen verstaut werden, sowie etwas Nahrung, auch für Wechsel- oder Zusatzkleidung bleibt noch genügend Platz.
Bei Kletterrucksäcken mit einem Volumen von bis zu 50 Litern ist meist das Bodenfach abgetrennt, in dem ein Schlafsack sicher verstaut werden kann, sodass man hiermit auch eine mehrtägige Tour planen kann.
Die ganz großen Kletterrucksäcke, die man meist für ausgedehnte Expeditionen nutzt, verfügen über ein Fassungsvermögen von bis zu 80 Litern. Hierin können auch größere Nahrungsmittelvorräte verstaut werden. Diese Rucksäcke sollten allerdings sehr robust sein und auch eine größere Last spielend vertragen. Für die Gewichtsverteilung ist hier ein Hüftgurt unverzichtbar.