Kletterhelm

Der Kletterhelm gehört wohl zu einem der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände beim Klettern. Aber er ist nicht nur Schmuck für den Rucksack, sondern sollte auch getragen werden. Gerade auf Klettertouren, die Steinschlag gefährdend sind, wäre es fahrlässig ohne Kletterhelm zu klettern. Wohl jeder kann sich die schwerwiegenden Folgen eines Steinschlags vorstellen. Bereits kleinere Steine können Platzwunden verursachen, größere sogar die Schädeldecke durchschlagen. Daher sollte man an sich und seine Gesundheit denken.

Auf den richtigen Kletterhelm kommt es an

Es kann es unter Umständen sehr gefährlich sein, einen Helm zu tragen, der nicht für das Klettern zugelassen ist. Ein Fahrradhelm hat beim Klettern in den Bergen nichts zu suchen. Mittlerweile gibt es für sämtliche Sportarten den passenden Helm, auch multifunktionale Kletterhelme. Doch diese sind auch als solche gekennzeichnet. Ein hochwertiger Kletterhelm wird nach einer bestimmten Norm von der UIAA geprüft. Hier wird vor allem auf die optimale Stoßauffang-Belastung geachtet, die bei einem Steinschlag sehr wichtig ist. Der Kletterhelm soll den Kopf selbstverständlich auch bei Stürzen schützen.

Will man auf Nummer sicher gehen, dann sollte der Kletterhelm unbedingt auch bequem, aber trotzdem fest auf dem Kopf sitzen. Durch die Verstellbarkeit des Einstellrings im Helminneren ist es möglich, diesen auf die jeweilige Kopfgröße einzustellen. Im lockeren Zustand wird der Kletterhelm auf den Kopf gesetzt und anschließend mittels dem Verstellmechanismus der Einstellring so justiert, dass der Kletterhelm bequem aber dennoch fest auf am Kopf anliegt.

Als Test für die optimale Passform empfiehlt es sich den Kopf nach links und nach rechts drehen und ihn schütteln. Sollte der Helm dabei verrutschen, ist er noch nicht optimal eingestellt und man muss nachjustieren. Anschließend wird die Kinnschnalle entsprechend festgezogen. Hier ist zu beachten, dass die Kinnriemen nicht einschneiden oder stören sollten. Auch die Atmung sollte nicht in irgendeiner Weise beeinträchtigt sein.

Zwei unterschiedliche Konstruktionen

Grundsätzlich sollte man auf Markenmodelle achten, denn bei diesen kann man von geprüfter Qualität ausgehen. Es werden zwei unterschiedliche Bauweisen unterschieden. Hier gibt es zum einem den klassischen Kletterhelm. Dieser verfügt über eine harte Schale, wurde innen ausgeschäumt und zusätzlich gepolstert. Diese Art ist relativ günstig und auch sicher. Vorteilhaft hier ist die recht einfache Größenverstellung mittels einem Rädchen. Helme der neueren Generation haben keine Hartschale, sondern einen ausgeschäumten Schutzkörper. Dieses verwendete Material ist sehr leicht. Dies macht gewichtsmäßig im Vergleich zu einem Standardmodell immerhin fast 200 gr. aus, was sich beim Klettern durchaus positiv auswirken wird.

Allein schon dadurch wird das Schwitzen unter dem Kletterhelm verringert und die Belüftung wird begünstigt. Das ist besonders im Sommer ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Die Kinnriemen verfügen über einen Steckverschluss. Der Kletterhelm ist so konstruiert, dass man auch eine Stirnlampe befestigen kann.