Klettergurt

Für das Klettern ist in erster Linie eine sehr gute Ausrüstung notwendig. Für das Klettern benötigt man ausserdem  einen guten Sicherungspartner.

Dieser Sicherungspartner kann den Partner in einem Ernstfall nicht mit blanken Händen durch das Halten des Seils stützen. Das Kletterseil muss zur Unterstützung an seinem Klettergurt befestigt werden. Auch der Kletterer selbst muss das Fallseil befestigen können, auch hierfür ist ein Klettergurt notwendig. Da auch hier mit Leib und Leben gespielt wird, muss jeder Klettergurt geprüft werden. Sie unterliegen einer Norm und die Anforderungen sind sehr hoch. So wird man aufgrund der hohen Sicherungsaspekte selbst bei Extrembeanspruchung wohl nicht an die Leistungsgrenzen des Band-Materials oder der Nähte kommen.

Was einen guten Klettergurt ausmacht

Ein Klettergurt sollte nicht einschneiden, auch bei längerem Sitzen oder Hängen. Auch die Blutzirkulation in den Beinen darf unter keinen Umständen beeinträchtigt werden. Daher sollte man auf möglichst breite Bänder achten, die die Kraft und die Last auf eine größere Fläche verteilen.

Man sollte den Klettergurt vor dem Kauf einmal tragen und anprobieren.  Es gibt auch hier unterschiedliche Arten. Für Kinder und Jugendliche haben sich die Komplettgurte bewährt. Dieser Klettergurt umfasst den ganzen Körper, was sinnvoll ist, dass der Körperschwerpunkt noch ein bisschen höher liegt. Durch die Schulterbänder wird der Halt zusätzlich unterstützt und der Sitz ist für die Kinder bequemer.

Alternativ bietet sich auch eine Kombination aus Hüftgurt und Brustgurt an. Hier besteht die Möglichkeit, dass dieser mit dem Kind mitwachsen kann. Mit zunehmendem Alter wird der Brustgurt nicht mehr benötigt und man kann auf ihn verzichten. Spätestens im Erwachsenenalter wird auf den Brustgurt völlig verzichtet und man begnügt sich mit dem Hüftgurt.

Der Aufbau eines Klettergurts

Der Klettergurt besteht in der Regel aus mehreren Schlaufen. Diese werden jeweils um den Körper sowie um die Beine oder auch um die Arme gelegt. Diese Schlaufen sind individuell verstellbar und können an den Körper und die Körpermaße angepasst werden. Sehr beliebt sind hier mittlerweile mit Schnellverschlüssen versehen, die einen reibungslosen Einsatz begünstigen. So kann ein unbeabsichtigtes Herausrutschen und Drücken bei Krafteinwirkung vermieden werden. Zusätzlich verfügt der Klettergurt noch über Anseilpunkte oder Einbindeschlaufen. Hier kann das eingesetzte Sicherungsseil entweder festgebunden werden oder aber man setzt hier Karabiner zum Einhängen ein.

Was auch nicht fehlen darf, sind verschiedene Materialhaken oder Schlaufen. Hier können für das Klettern benötigte Gegenstände wie Werkzeug, Reepschnur oder Karabinerhaken, recht sicher am Klettergurt befestigt werden. Das Herabfallen wird dadurch verhindert und man hat diese im Notfall auch sofort zur Hand. Recht komfortabel ist ein Klettergurt, der vom Gewicht her sehr leicht ist. Auch sollte er den Kletterer in der Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Die Polsterung ist bei Sportklettergurten etwas besser, während man bei Hochtouren eher darauf verzichten kann. Der Klettergurt ist im Allgemeinen recht langlebig, auch bei größerer Beanspruchung wird man keinen Verschleiß erkennen können. Bei Zweifeln sollte man den Klettergurt jedoch besser austauschen und gegen einen neuen ersetzen.