Höhenklettern

Wer einmal dem Klettern verfallen ist, wird nicht mehr davon loskommen. Die Routen werden immer schwieriger und länger. Der Ehrgeiz treibt den Kletterer voran. Klettern ist wie eine Sucht. Sind es anfangs eher die kleinen 1000er oder 2000er Berge, die man besteigt, so wird sich der Kletterer irgendwann einen höheren Berg zum Ziel setzen.

Das Austesten der eigenen physischen und psychischen Kraft wird für den Kletterer zum Kerngedanken gerade beim Höhenklettern. Nicht nur die traumhafte Aussicht von den hohen Gipfeln ist für den Kletterer eine sehr große Belohnung. Auch das Bewusstsein, den Berg und sich selber bezwungen zu haben, ist Lohn für die Mühe und die Strapazen.

Ein höherer Berg ist das Ziel

Zum Höhenklettern gehören eine ausreichende Fitness und eine gute Planung der Route. Die Vorbereitungen für den schwierigen Aufstieg dauern manchmal länger als die Besteigung selber. Da muss der Routenverlauf genau geplant, die Lagerplätze gedanklich eingerichtet und die Ausrüstung zusammengestellt werden. Höhenklettern macht man nicht mal eben nach Feierabend.

Für die Besteigung eines 4000er muss auch die körperliche Fitness stimmen. Ausdauertraining und Krafttraining stehen als Vorbereitung auf der Tagesordnung. Auch mental muss man sich gut vorbereiten, den der Berg ist nicht zu unterschätzen. Ein gesundes Selbstvertrauen ist beim Höhenklettern ein unbedingtes muss. Zweifel gefährden die ganze Seilschaft. Das Wissen um sein eigenes Können und das Kennen der Materie beeinflussen das Selbstvertrauen maßgeblich. Schon im Vorfeld können schwierige Situationen simuliert werden und so die richtige Taktik gefunden werden.

Die richtige Vorbereitung fürs Höhenklettern

Dass man nicht nach den ersten Kletterversuchen an der Kletterwand zu einer Höhenroute aufbrechen kann, dürfte jedem der etwas vom Höhenklettern versteht, klar sein.  Alle Sicherungstechniken müssen in Fleisch und Blut übergangen sein und jeder Tritt muss sitzen. Auch die Wahl des richtigen Partners ist von großer Bedeutung, muss man sich doch über eine weite Strecke mit vielen Gefahren auf ihn verlassen können.

Auf den Gipfel führt beim Höhenklettern kein Wanderweg, den man im Sonnenschein beschreiten kann. Die Witterungseinflüsse erschweren die Kletterrouten beim Höhenklettern erheblich. Schnee und eisiger Wind machen den Weg nicht leichter und auch den Sauerstoffmangel darf man in solch einer Höhe nicht unterschätzen. Für die Besteigung eines 4000er Bergs bedarf es für das Höhenklettern viel Übung und Training. Das Wetter kann von einem Augenblick zum anderen umschlagen und aus dem sonnigen Tag wird schnell ein Schneesturm. Eine weitere Gefahrenquelle sind Lawinen.

Beim Besteigen eines 4000er muss man oft auch mehrere Schwierigkeitsgrade durchklettern. Auch daran sollte man vor der Besteigung unbedingt denken und sich dies auch verinnerlichen.