Hallenklettern

Viele zukünftige Sportkletterer sammeln ihr ersten Erfahrungen in einer Kletterhalle. Beim Indoor Klettern wird der unsichere Fels gegen eine künstlichen Kletterwand getauscht. Der Vorteil beim Hallenklettern besteht in der erhöhten Sicherheit und die Überwachung durch die geschulten Betreiber der Hallen. Auch Witterungseinflüssen ist man in der Halle nicht ausgesetzt. Beim natürlichen Klettern ist man zu dem auf Tageszeiten beschränkt und an lange Anfahrtswege gebunden. Kletterhallen liegen meist zentral in Wohnortnähe und können auch in den Abendstunden zum Hallenklettern genutzt werden.

Die Schwierigkeitsstufen beim Hallenklettern

Wie in der Natur bietet die Kletterwand verschiedene Schwierigkeitsgrade. Anfänger und Profis kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten. Die Hallenhöhen betragen etwa 5 bis 20 Meter Höhe. Trotzdem können die Kletterwege beim Hallenklettern weitaus länger sein.

Gekennzeichnet werden die Routen durch farblich einheitliche Griffe, die durch Form, Griffigkeit und Anordnung den Schwierigkeitsgrad wesentlich mitbestimmen. Am Routenbeginn kann man sich über den Grad informieren. Auch in der Natur steht nicht jeder Fels im genauen 90 Grad Winkel zum Boden. Die unterschiedlichen Neigungen wurden an die Kletterwand übertragen. Die Kletterwand bietet beim Hallenklettern also auch Winkel unter oder über 90 Grad. Hallenklettern ist also nicht nur als Einstieg zum natürlichen Klettern gedacht.

Inzwischen finden auf nationaler und internationaler Ebene zahlreiche Wettkämpfe im Hallenklettern statt. In verschiedenen Disziplinen werden die stärksten Kletterer auf physischem und psychischem Niveau ermittelt. Die Wettkämpfe beim Hallenklettern gibt es in den Disziplinen Bouldern, Geschwindigkeitsklettern und Schwierigkeitsklettern.

Die Sicherungsformen beim Hallenklettern

Das Hallenklettern bietet unterschiedliche Sicherungsformen. Das Top Rope, die von einem Partner gesicherte Form, und den Vorstieg, das Vorangehen bei einer Route. Viele Hallen bieten noch das Bouldern an, bei dem ohne Seil in Absprunghöhe geklettert wird.

Doch ohne einige Grundkenntnisse geht es beim Klettern definitiv nicht. Wer sich nicht in unnötige Gefahr begeben möchte, beginnt mit dem Hallenklettern in einem Kletterkurs. Hier erlernt man unter Anleitung auf einfachste Weise die Basis des Sports. Wahre Größe erlangt man allerdings erst durch viel Übung und zahlreiche Klettermeilen. In den Kletterhallen kann man die richtigen Techniken, Sicherungsarbeiten und verschiedenen Knoten beim Hallenklettern verinnerlichen.

Den richtige Seilpartner benötigt man allerdings für das selbstständige Klettern in der Halle. Denn Klettern kann man nur mit Partner. Sicherheitsrelevante Abläufe beim Hallenklettern können an der künstlichen Anlage mit dem Partner geübt und gefestigt werden. Das Leistungsniveau der Kletterer ist durch das Klettern in der Halle in den letzten Jahren enorm angestiegen. Neue Bereiche haben sich mit dem Hallenklettern für die Sportler dieses Bereiches eröffnet. Im Bereich des Hallenkletters hat sich inzwischen eine intensive Jugendarbeit herauskristallisiert. Hallenklettern wird im Sportunterricht von Schulen und Universitäten angeboten. Das altersgerechte Training schult nicht nur die körperliche Fitness. Die Entwicklung des Körpergefühls, das Übernehmen von Verantwortung und Vertrauen wird trainiert und übermittelt.