Geschichte des Kletterns

Die ersten Aufzeichnungen gehen auf das Jahr 1336 zurück. Am 26. April machten sich die Brüder Petrarca auf den Weg, um den Mont Ventoux, ein einsamer Berg in Frankreich mit einer Höhe von 1.912 Metern, zu besteigen. Ziel des Aufstiegs war laut der Geschichte des Kletterns einzig und allein die Besteigung des Gipfels. Das unterscheidet sich grundlegend von den bisherigen Absichten der Bergbesteigungen.

Vom Bergsteigen zum Klettern

Doch vom Bergsteigen zum Klettern war es noch ein weiter Schritt, wenn man der Geschichte des Kletterns glauben darf. Auch wenn Bergsteigen sich seit 1336 weltweit immer mehr verbreiterte, war das Klettern noch nicht geboren.

Die Wiege des Kletterns befindet sich in der sächsischen Schweiz. Das imposante Elbsandsteingebirge regte die Menschen zum Klettern an. Eine Turngruppe aus Bad Schandau erklomm 1864 den Falkenstein. Erstmals waren in der Geschichte des Kletterns sportliche Motive ausschlaggebend für die Erklimmung des Felsen. Der Weg war das Ziel. Der Triumph über die Natur, der durch die körperliche Anstrengung erzielt werden konnte. Doch nicht die Turmgruppe ging als Begründer in die Geschichte des Kletterns ein.

O. Ufer und H. Frick benutzten bei der Besteigung des Berges Mönchstein 1874 keine Hilfsmittel. Mit der Kletterphilosophie des Freikletterns schafften sie eine neue Ära der Kletterethik. Nach der Philosophie des Freikletterns dürfen technische Hilfsmittel nur zur Sicherung, nicht für die Fortbewegung genutzt werden. Allein durch die körperliche Kraft und die psychische Überlegenheit durfte die Route bewältigt werden.

Das Klettern mit Schwierigkeitsstufen

1893 wurden durch Oskar Schuster eine Schwierigkeitsskala aufgestellt. So konnten die Besteigungen unterschiedlich bewertet werden. Schuster war mit seien zahlreichen Erstbesteigungen nach der Geschichte des Kletterns ein Pionier des Klettersports.

1908 veröffentlichte der Rechtsanwalt Dr. Rudolf Fehrmann den ersten Kletterführer, der großen Einfluss auf die Entwicklung des Kletterns hatte. Der Führer enthielt Routenmöglichkeiten des Elbsandsteingebirges. 1913 folgte eine zweite Ausgabe, die auch die Kletterregeln fest schrieb. Die Regeln des Freikletterns waren in der Geschichte des Kletterns nun klar festgelegt.

In den nächsten Jahren wurden auch die Alpen für und von Kletterern erschlossen. Im Jahr 1923 wurde die Schwierigkeitsskala überarbeitet und von 3 auf 7 Grade erweitert. Die Anzahl der Kletterer war inzwischen auf über 1000 angestiegen, ständig wurden neue Routen erschlossen. Der Sportler Fritz Wiessner brachte den Sport nach Aufzeichnung der Geschichte des Kletterns unter Beachtung der deutschen Kletterregeln nach Amerika. Als Jugendsport brachte besonders die 68er Bewegung den Klettersport in die Schlagzeilen. Doch gab es noch Uneinigkeit in den Kletterregeln. Die Wettkampfregeln wurden 1975 von Kurt Albert festgeschrieben. Das Klettern nach der Rotpunkt-Regel unter Verwendung von Haken und Steigeisen setzte sich in der Geschichte des Kletterns durch.

Beim Internationalen Konsteiner Kletterfestival 1981 setzten sich die amerikanischen Kletterregeln, die auf den sächsischen Regeln beruhten, durch und brachten damit den Wandel zum modernen Klettersport. Sportklettern wurde laut Geschichte des Kletterns immer populärer. Wettkämpfe erreichten neue Dimensionen. Kletter Ikonen wie Wolfgang Güllich öffneten neue Wege. Der Klettersport nahm einen rasanten Verlauf und entwickelte sich teilweise zum Extremsport. Künstliche Kletterwände entstanden, neue Wettkämpfe wurden erschaffen und aus den anfänglich drei Schwierigkeitsgraden sind zwölf geworden.