Felsklettern

Nirgendwo ist man so mit der Natur eins wie beim Felsklettern. Felskletterern ist für das freudige Gefühl der Anspannung, die Ungeduld und die Angst vor den weichen Knien bekannt. Das Gefühl, die Natur ein kleines Stück bezwingen zu können, ist erhebend. Der kalte Fels am Körper, der tiefe Abgrund unter dem Kletterer und das Ziel vor Augen spornt Felskletterer zu Höchstleistungen an. Wird man dann noch mit einem einzigartigen Ausblick vom Gipfel belohnt, sind auch alle Strapazen vergessen.

Kaum ein Sport erfordert so viel Kraft, Mut, Geschicklichkeit und Konzentration vom Sportler. Die Felsen geben ihr Geheimnis nur Kletterern mit psychischer und physischer Leistungsfähigkeit preis. Beim Felsklettern hat man keinen Gegner, man nimmt es in erster Linie nur mit sich selber aus.

Erste Versuche sollten in der Halle gewagt werden

Wer sich in den Fels wagen möchte, sollte die ersten Schritte des Klettern in der Halle erlernen. Die Grundlagen des Sicherns und Erfahrung bei der Wahl der Route sind Voraussetzung für das Felsklettern. Doch auch an einem kleinen Fels kann man unter fachkundiger Anleitung die ersten Schritt in Richtung Gipfel starten. Bei einem Einführungskurs können Seiltechniken und Sicherungstechniken erlernt und vervollständigt werden. Kletterkurse bieten immer die Gelegenheit, unter Anleitung den Kletterstil zu verbessern. Besonders fürs Felsklettern sind verschieden Aspekte wichtig. Dazu gehören auch die Abschätzung der Gefahr, das richtige Einschätzen der Route und die Beurteilung der Felsbeschaffenheit.

Beim Felsklettern müssen in der Regel mehrere Seillängen überwunden werden. Das erfordert eine gute Technik, eine sorgfältige Routenplanung und genaue Kenntnisse der Sicherungstechniken. Oftmals ist bei großen Felshöhen der Kletterer über lange Strecken auf sich allein gestellt.

Auch Kenntnisse der Bergungstechniken und im Standbauplatz sind von Nöten. Obwohl Felsklettern dem Freiklettern zugeordnet wird, können technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Das ist besonders an solchen Stellen zwingend notwendig, wenn es keine Lösung fürs Freiklettern gibt. Wer zu viel Zeit mit der Suche nach einer Lösung verbringt, kann die nachfolgende Seilschaft in Gefahr bringen. Normalerweise wird der Fels aber im Freiklettern bezwungen, das heißt, es dürfen nur der Fels und die eigenen Körperkraft für die Fortbewegung genutzt werden. Technische Hilfsmittel und das Seil dienen ausschließlich der Sicherung des Kletterers.

Das Wetter sollte beim Felsklettern nicht unterschätzt werden

Felsklettern ist auch sehr witterungsabhängig. Am sichersten klettert man am trockenen Fels. Nässe und Schnee machen den Fels rutschig und die Sturzgefahr steigt. Sicherheit ist aber beim Felsklettern oberstes Gebot.

Die richtige Grundausrüstung und Bekleidung ist deshalb unerlässlich. Neben Klettergurt, Helm und Sicherungskarabiner sind Seilschlingen und Abseilachter wichtige Grundausrüstungsgegenstände. Die Kleidung sollte genügend Bewegungsfreiheit und Wärme bieten. Natürlich gehören auch feste Kletterschuhe zu den notwendigen Ausrüstungsgegenständen.